Review: Thanos vs. Hulk – Jim Starlin und der Titan, mehr oder weniger

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(Copyright: Marvel)
Wenn Jim Starlin auf einem Cover steht, werden nicht wenige Marvel Leser schnell hellhörig. Und wenn es sich dann auch noch um eine Story über den lila Titanen handelt, gehen die Brieftaschen sogar von allein auf.
Thanos Schöpfer Starlin hat mit seinen Weltraum-Epen (The Infinity Gauntlet) Marvel-Geschichte geschrieben und seine Fanschar kauft bis heute nahezu alles, was der Mann auf den Markt bringt. Panini Comics bringt nun im mittlerweile 117. Marvel Exklusiv Band die beiden Miniserien Thanos vs. Hulk und Thanos: A God Up There Listening. Nur, steckt da auch so viel Starlin drin wie drauf steht?

(Copyright: Panini Comics)

Leider nein, denn nur die erste der beiden Miniserien stammt von Starlin. Und in dieser geht es hauptsächlich nicht um Thanos, sondern um den Meister der Entspannung, bekannt als Hulk. Die Story ist zeitlich in die Marvel Now! Ära einzuordnen. Banner fungiert als Agent von S.H.I.E.L.D. und ist dezent überarbeitet. Beim verzweifelten Versuch Urlaub zu machen, teleportiert sich der Troll Pip auf sein Motorrad, betäubt Banner und teleportiert ihn weg. Später liefert er ihn an Blastaar und Annihilus aus, die mit dem Choleriker in lila Hosen Großes vor haben.
Die zweite Story ist zeitlich etwas nach dem Infinity Event einzuordnen und handelt von Thanos‘ Sohn Thane. Der Bengel, der mich immer an eine Mischung aus Elb und Blaubeermuffin erinnert, versucht mehr über seinen Vater herauszufinden. Gemeinsam mit Ebony Maw begibt er sich zum Planeten Malady und sucht den Biografen von Thanos auf, welcher einer Rasse angehört, die Erinnerungen in sich speichern können. So erfährt Thane von der Schlacht, die sein Vater gegen den lebenden Planeten namens Ego führte.

(Copyright: Panini Comics)

Wie bereits erwähnt stammt nur die erste Geschichte von Starlin und auch hier spielt Thanos nur eine Randfigur. Vielmehr geht es um den Hulk und Annihilus, wobei letzterer versucht sich durch die Macht von Hulk in Annihihulk zu verwandeln (wtf?). Ja, so trashig wie das klingt ist es auch. Starlins Erzählweise transportiert zwar massig Nostalgie, dabei aber auch nur einen reichlich unterdurchschnittlichen Plot, der vermutlich das schlechteste ist, was ich bisher von Starlin gelesen habe.
Die zweite Story, geschrieben von Rob Williams, macht das nur bedingt besser und setzt ebenfalls auf partielle Trash-Einlagen (ein Alki-Planet, auf dem alle betrunken sind, ernsthaft?), schafft jedoch dabei zumindest einen gewissen Spannungsbogen zu ziehen. So ist der 117. Marvel Exklusiv Band zwar lesbar, aber alles andere als ein Pflichtitel für Starlin-Fans.

 

Eine Leseprobe gibt es hier.


Titel: Marvel Exklusiv #117: Thanos vs. Hulk
Verlag: Panini Comics 
Format: Softcover/ lim. Hardcover
Vö-Datum: 26.01.2016
Originalausgaben: US Thanos vs. Hulk #1-4, Thanos: A God Up There Listening #1-4
Seitenzahl: 172
Sprache: Deutsch
Autor: Jim Starlin & Rob Williams
Zeichner: Jim Starlin & Iban Coello

Preis: 16,99 €/ 25,00 €
„Only nothing is impossible.“ – Grant Morrison
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