Kaffee & nen Klassiker #11: Green Lantern – Secret Origin – Am hellsten Tag…

http://2.bp.blogspot.com/-K1605UaETNY/VowFbmndLGI/AAAAAAAACnI/4xT49e26xGU/s1600/SO-Banner.jpg
(Copyright: DC Comics)
Meine letzte Kolumne ist schon wieder eine Weile her. Es wird Zeit. Der Kaffee versackt schon, das Koffein ist schon längst in der Blutbahn angelangt. Bedeutet: Zeit für eine zweite Tasse.
Manchmal stehe ich vor dem Regal… Blödsinn, vor den Regalen – es werden wirklich immer mehr – und überlege mir, welchen coolen Leckerbissen könnte ich jetzt besprechen. Irgendetwas Besonderes, was man seit 30 Jahren nicht mehr gelesen hat. Also ich schon gar nicht, solange bin ich ja gerade mal auf der Welt.
Aber dann denke ich mir: warum so kompliziert? Manchmal sitzt das Offensichtliche genau vor der Nase. Denn heute stehen die Lichter auf grün!

(Copyright: DC Comics)
Auch junge Klassiker sind Klassiker und im Green Lantern Franchise hat bei mir, wie auch bei fast allen anderen Fans, ein bestimmter Autor den tiefsten Eindruck hinterlassen: Geoff Johns.
Johns hat sie zurückgeholt, die Stars der zweiten Reihe: Flash, Green Lantern, Aquaman… sie alle erlebten eine kleine Renaissance, als der Mann aus Michigan sich ihnen widmete. Er ließ Barry Allen wieder zum Flash werden und Hal Jordan wieder zur Green Lantern. Beide Geschehnisse können in den jeweiligen Rebirth Storys nachgelesen werden.
An Green Lantern legte er jedoch seinen längsten Run hin und wie wir alle wissen, war nach dem Sinestro Corps War die Blackest Night einer der Höhepunkte. Als eine Art Vorläufer sollte dann die Story Secret Origin fungieren, in der Johns die Entstehung von Hal Jordan als Green Lantern neu aufrollte.

(Copyright: Panini Comics)

Ich war nie ein großer Freund von neuerzählten Origins, jedoch wurde das, was Johns hier fabrizierte, nicht nur zu einem interessanten Comic für Neuleser, sondern eine lohnenswerte Erweiterung einer längst bekannten Geschichte. Wir wissen natürlich, wie Hal den kosmischen Ring vom sterbenden Abin Sur erhielt, doch wussten wir auch, warum er überhaupt auf der Erde notlanden musste? Johns stellte sich bestimmten Fragen und implementierte neue Aspekte in den Story-Kanon, welche nicht nur charakterliche Vertiefungen für die Figuren mit sich bringen sollte.
Die Motivation hinter der Person Hal Jordan, dessen Zusammenspiel mit seinem damaligen Mentor Sinestro, ja sogar der Hintergrund zu den Black Lanterns wird hier aufgegriffen. Sozusagen ein Grundlagenbuffet für alles was später mit der Blackest Night kommen sollte.

 

(Copyright: Panini Comics)
Die Story erschien bei Panini Comics erstmals in den Green Lantern Sonderbänden #14 und #15, später dann als Stand-Alone-Titel und mittlerweile auch in einer edlen Hardcover Edition in der Eaglemoss Collection.
Als ich die Geschichte vor einigen Jahren zum ersten Mal las, war es jedoch nicht nur die gelungene Erweiterung der Green Lantern Mythologie, die mich so begeisterte, sondern, dass ich im Anschluss das Gefühl hatte ein richtig guten Superhelden Comic gelesen zu haben. Die Kombination aus dem heroischen Plot von Geoff Johns und dem wunderschönen Popcorn-Artwork von Ivan Reis ließen diesen Comic für mich wie einen ultimativen Blockbuster wirken, der alles verinnerlicht was einen modernen Superhelden Comic ausmacht. Sicherlich ein Grund weshalb Secret Origin bis heute eine meiner liebsten Green Lantern Geschichten ist.
Eine Leseprobe gibt es hier.

 

Titel: Green Lantern: Secret Origin
Verlag: Panini Comics & Eaglemoss Collections 
Format: Hardcover
Vö-Datum: 11.03.2015
Originalausgaben: US Green Lantern #29-35
Seitenzahl: ca. 180-200
Sprache: Deutsch
Autor: Geoff Johns
Zeichner: Ivan Reis
Preis: 12,99 €

„Only nothing is impossible.“ – Grant Morrison
Beitrag teilen?