Donnerstag, 21. Januar 2016

Review: Avengers - Ultrons Zorn - oder wenn die Maschine heiß läuft!

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(Copyright: Panini Comics)
Ein abgeschlossenes Comic, gepresst auf 116 Seiten. Ob man das jetzt wirklich "Graphic Novel" nennen möchte, ist natürlich Sache des Marketings. In meinen Augen eher ein Kampfbegriff, aber für den ein oder anderen Leser vielleicht sogar ein Kaufgrund.
In Rick Remenders Avengers: Rage of Ultron versucht der mittlerweile fest etablierte Autor, den viele Leser sicherlich von seinem jüngsten Auswuchs Avengers & X-Men: Axis kennen, uns den frustrierten Blechkopf aus dem Hause Pym etwas näher zu bringen bzw. seine Historie zu vertiefen. Und bei Thors Hammer... das gelingt ihm verdammt gut!

(Copyright: Panini Comics)
Wir starten direkt bei einem Angriff von Ultron auf Manhatten und sehen das Avengers Team, das sich noch aus den Mitgliedern zu Zeiten von Marvel Ikone Roy Thomas zusammensetzt, sprich: Wasp, Yellowjacket, Vision, etc.
Ultron hat sich in den Eisenschädel gesetzt seinen "Vater" bzw. Schöpfer - Hank Pym (aka. Yellowjacket) - zu töten und legt dabei das halbe New York in Schutt und Asche. Wie Kinder halt sind. Die Avengers entgehen gewohnt knapp der Vernichtung und schießen den Rotzlöffel, an einen Quinjet getackert, direkt in die Stratosphäre. Jahre später erfahren wir, dass Ultron auf Titan, der Heimat des unvergleichlichen Thanos, gelandet ist und den Mond in Windeseile eingenommen hat. Natürlich ist das Spiel für Ultron noch lange nicht vorbei, denn auf seiner Agenda steht noch immer der Tod von Hank Pym.

(Copyright: Panini Comics)
Ein Ödipus mit Androidenkostüm und Laseraugen. Rick Remenders Familienfehde bringt uns Lesern die Motivation Ultrons eine ganze Ecke näher und beleuchtet seinen unbändigen Hass, aufgrund der empfundenen Zurückweisung durch seinen Vater. Eine tiefsitzende Enttäuschung, die für Ultron nur eine Konsequenz zu bieten hat: totale Vernichtung. Remender stemmt hier nicht nur eine Generationenerzählung zwischen Vater und Kind, sondern auch eine der Avengers als Team, indem er die Heroen der 70er mit denen von heute verknüpft. Dabei stellt er den Wert von künstlicher Intelligenz zur Debatte und wirft die Frage auf: wie viel Leben steckt in einem Androiden? Wo beginnt das Leben und wo die Maschine? Kein junges Thema, aber gewiss eine frische Erzählung und bei weitem das beste Remender Comic, das ich seit Monaten gelesen habe.

(Copyright: Panini Comics)
Jedoch ist der ausschlaggebende Grund, warum dieses Comic von mir 4 von 5 dicken Bizzaro-Punkten erhält, das unglaubliche Artwork von Jerome Opeña. Was der Philippine auf die Seiten zaubert gehört für mich mit zu den schönsten und dynamischsten Artworks, die Marvel aktuell zu bieten hat. Nur leider sieht man dieses Talent viel zu selten.
Eine gelungene, abgeschlossene Avengers Story, die auch ohne Vorwissen nicht weh tut, wofür vor allem die umfangreiche Einleitung von Kurt Busiek sorgen wird. Ein üppiger Superhelden-Leckerbissen und Pflichttitel für alle Avengers Fans. Also, ihr Rächer: sammeln!

Eine Leseprobe gibt es hier.

Bewertung:



Titel: Avengers: Ultrons Zorn
Verlag: Panini Comics 
Format: Softcover / lim. Hardcover
Vö-Datum: 22.12.2015
Originalausgaben: US Avengers: Rage of Ultron
Seitenzahl: 116
Sprache: Deutsch
Autor: Rick Remender
Zeichner: Jerome Opeña und Pepe Larraz
Preis: 12,99 € / 25,00 €

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