THE WALKING DEAD: Robert Kirkman zum Verhältnis seiner Comics zur TV-Serie und Dinge „die man nicht im TV umsetzen kann“

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THE WALKING DEAD: Robert Kirkman zum Verhältnis seiner Comics zur TV-Serie und Dinge „die man nicht im TV umsetzen kann“
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Robert Kirkman zum Verhältnis seiner „The Walking Dead“ Comics zur TV-Serie und Dinge „die man nicht in der Serie umsetzen kann“

Während eines Q&A Panels am Samstag auf der Emerald City Comicon in Seattle äußerte sich „The Walking Dead“ Schöpfer Robert Kirkman zu seinem Werdegang seit dem Start der Comic-Reihe im Jahr 2003 und verglich sie mit den Möglichkeit der TV-Umsetzung.

So sagte er im Wortlaut:

Mittlerweile bin ich wirklich ein anderer Mensch, wenn ich so an die Zeit zurückdenke, als ich anfing. Ich lebte im Rotlichtviertel in Lexington, Kentucky in irgendeiner schäbigen Baracke.“

Außerdem reflektierte er die Zeit, seit dem Start der TV-Serie im Jahr 2010 und sprach über die Adaption aus den Comics:

Mittlerweile sind viele Elemente des Comics für die TV-Serie adaptiert worden, aber man muss differenzieren... [...] Ezekiel ist unterwegs und benimmt sich wie ein Wahnsinniger. Negan wurde auch adaptiert, im Comic flucht er wie verrückt und nutzt alle zwei Sekunden das F-Wort. Das sind Dinge, die man in der TV-Show einfach nicht machen kann. [...]“

Weiter führt er an:

Ich dachte mir oft: das werden sie nie adaptieren und wenn sie es doch machen, dann nicht so wie in den Comics. Ich sagte mir selbst, ich werde keine Pläne für die Comics an eine mögliche Adaption für die TV-Show anpassen. Das ging letztendlich so weit, dass es dennoch irgendwie Einfluss auf die Comics nahm -  aber vermutlich auf eine positive Weise.“

Außerdem sprach er über die Anfangszeit der Arbeit an den Comics, als er und seine Frau noch keine Kinder hatten. Mittlerweile haben sie eine Tochter und einen Sohn:

Als ich begann an der Serie zu schreiben, schrieb ich die Beziehung zwischen Carl und Rick so dynamisch wie möglich, aus Sicht eines Sohnes, basierend auf den Erfahrungen mit meinem eigenen Vater. Oder ich versuchte mir vorzustellen, wie Rick sich fühlen würde, im Vergleich wie mein Vater sich gefühlt hätte, mit mir als seinem Kind. Doch mittlerweile habe ich selbst zwei Kinder und lasse diese Perspektive auch die Arbeit an den Comics einfließen. Denn ich weiß mittlerweile was es bedeutet, sich um seine Kinder zu sorgen.“

Auch die Bodenständigkeit ist ihm bis heute wichtig:

Über den Erfolg und den Ruhm habe ich mir viele Sorgen gemacht und empfand es immer als eher verstörend. Ich begann in einem kleinen Raum, in meinem kleinen Haus, versendete Scripts an Charlie Adlard und das war alles worauf mein Fokus lag.“

Mir war es wirklich wichtig diesen Aspekt zu behalten, denn als ich begann, war ich ein Niemand und der Comic wurde bereits vor der TV-Serie zum Erfolg. Das machte es umso cooler. Würde ich das nicht behalten können, würde ich alles verlieren, was die Serie bis heute antreibt. Also ignoriere ich den Erfolg bis heute so gut wie möglich. Daher fühle ich mich als ziemlich bodenständiger Typ. Ich kaufe noch immer bei Target ein und meine Frau lässt der Ruhm sowieso kalt.“

(Picture Copyright: Image Comics)

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