Comic Review: Civil War II – Megaband (Panini Comics)

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Comic Review: Civil War II – Megaband (Panini Comics)

Auch der zweite Civil War rauscht an uns vorbei, wie eine Dampflok, die gelegentlich einige üppige Happen fallen lasst. So auch mit dem neusten Marvel Megaband von Panini Comics, der uns gleich zwei abgeschlossene Event-Mini-Serien, die entscheidenden Event-Kapitel aus „Captain America: Sam Wilson“ sowie einige One-Shots zum Bürgerkrieg liefert.
Das über 320 Seiten starke Monstrum hat es demnach in sich und beleuchtet Marvels neustes Sommer-Event aus unterschiedlichen Richtungen.

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Begonnen wird mit der vierteiligen Mini-Serie „Civil War II: Kingpin“, welche die Rückkehr des Erzfeindes von Helden wie Spider-Man oder auch Daredevil nach feiert, was natürlich nicht lange unbemerkt bleibt. Die Helden werden schnell auf den Plan gerufen, doch der listige Hüne lässt sich nicht so leicht in die Karten schauen. Doch er hat seine Rechnung noch nicht mit Frank Castle, dem Punisher gemacht.
In der darauffolgenden dreiteiligen Mini-Serie „Civil War II: Ulysses“ erfahren wir endlich mehr um den im Event-Mittelpunkt stehenden Inhuman, wie er versucht seine Kräfte verstehen zu lernen und wie ihm kein Geringerer als der bärbeißige Karnak dabei helfen soll.
Danach geht es mit den Event-Kapiteln aus Nick Spencers Zweitserie „Captain America: Sam Wilson“, die wie gewohnt, politischer kaum werden konnten. Sam sieht sich in seiner Rolle als Cap alles andere als selbstverständlich, denn viele von offenbar populistischen Hardlinern aufgewiegelte Bürger sehen in Sam eher einen Betrüger, als einen Helden und wollen, dass er den Schild wieder abgibt. Aus einer hässlichen, politischen Kampagne wird ein gespaltenes Land und die Aufwiegler scheuen selbst nicht davor zurück John Walker aka. US Agent auf Sam anzusetzen.

Auf die eher durchschnittliche Mini um den Kingpin folgt eine unterhaltsame Kurzgeschichte über Karnak und Ulysses, die mit Witz, gutem Artwork und einigem Mind-Fuck zu unterhalten weiß. Als gespannter Leser der aktuellen Marvel-Machenschaften von Autor Nick Spencer, waren vor allem die Captain America Kapitel für mich ein ziemliches Highlight. Da uns die gesamte Serie in Deutschland leider vergönnt bleibt, bietet zumindest dieser Band einen kurzen Einblick in den Run, den Spencer neben seiner Arbeit an Steve Rogers am doch recht unterschätzten Sam Wilson verübt… und der hat es wahrlich in sich, denn optisch und inhaltlich war das feinste Unterhaltung. Die beiden abschließenden One-Shots zur Scarlet Witch und dem leider total out-of-character-agierenden Winter Soldier in „Thunderbolts“ #05 waren zwar nettes Beiwerk, aber nicht wirklich essentiell.

In der Summe ein mehr als solider Band, mit vielen Facetten und massig Lesestoff, wobei knapp 30,00 € für 13 US-Ausgaben auch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis darstellen. Wer „Civil War II“ verfolgt, sollte hier zumindest reinschauen.

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3,5-Sterne

Titel: Civil War II – Megaband
Verlag: Panini Comics
Format: Softcover / Megaband
Vö-Datum: 19.05.2017
Originalausgaben: US Civil War II: Kingpin #01-04, Civil War II: Ulysses #01-03, Captain America: Sam Wilson #10-13, Scarlet Witch #09, Thunderbolts #05
Seitenzahl: 324
Autor: Nick Spencer, Al Ewing, James Robinson
Zeichner: Daniel Acuna, Joelle Jones, Karl Kesel, Jefte Palo
Preis: 29,00 €

(Picture Copyright: Panini Comics / Marvel)

„Only nothing is impossible.“ – Grant Morrison

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