Comic Review: Saga Bd. 07 - Der Krieg von Phang (Cross Cult)

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Comic Review: Saga Bd. 07 - Der Krieg von Phang (Cross Cult)

Comic Review: Saga Bd. 07 - Der Krieg von Phang (Cross Cult)

Puuuhh... das muss ich erstmal sacken lassen. Im Normalfall vergeht bei mir zwischen dem Lesen eines Comics und dem anschließenden Rezensieren meist etwas Zeit. Die Gelegenheit mich gleich im Anschluss an den Laptop zu setzen und darauf los zu schreiben, ergibt sich bei mir leider nur selten. Und eigentlich ist auch dies gerade keine solche Gelegenheit, denn noch 3 weitere Bände stehen heute Abend auf dem Plan... doch... nach dem letzten Kapitel des neusten „Saga“ Bandes von Brian K. Vaughan und Fiona Staples aus dem Hause Cross Cult brauche ich erst einmal etwas Zeit, einen guten, starken Whisky und ja, meine Tastatur auf die ich gerade einhämmere.

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Auf dem kleinen Kometen Phang ist die jüngst wieder vereinte Familie aus MarkoAlana, Tochter Hazel und natürlich die nicht gerade unerhebliche Gefolgschaft gestrandet. Wie wir am Ende der letzten Ausgabe erfuhren, ist Alana wieder schwanger und erwartet somit ihr zweites Kind aus ihrer rassenübergreifenden Liebe mit Marko. Eine Situation, welche die Flucht des familiären Gespanns nicht gerade einfacher machen dürfte. Doch ihr gegenwärtiger Plan auf Phang klingt anfänglich noch gut: auftanken und weiter geht’s. Nur kurz sollte der Boxenstopp andauern, bis die Energiereserven erneuert sind.
Dass daraus letztendlich mehr als 6 Monate werden würden, war zu der Zeit noch nicht abzusehen. Und dass Phang geradewegs auf einen überdimensionalen Zeitfresser zusteuert, der den überschaubaren und mit Kriegsruinen überzogenen Dreckklumpen schnurstracks verschlingen würde, ebenfalls nicht. Doch damit nicht genug der Probleme: die gar nicht mehr so kleine Hazel erfährt das Gefühl des ersten Verliebtseins, mitten in einer Zeit, beherrscht von Krieg und Tod. Ein neuer Freilanzer wurde auf die Flüchtigen angesetzt, Prinz Robot hat indes sein Leben alles andere als im Griff, ähnlich wie auch Der Wille. Als der Tag des Abflugs dann gekommen ist, müssen die Beteiligten eine schmerzhafte Erfahrung der besonderen Art machen.

In der Summe bietet auch die siebte Auskopplung der Reihe das, was bereits die Vorgänger zu Genüge lieferten: weit überdurchschnittliches Storytelling, samt extravaganter Charaktere und wunderschönem Artwork. Es ist unstrittig, dass Brian K. Vaughan die Figuren seiner Serie beherrscht. Dass sie jedoch so wunderbar eindringlich geschrieben sind, dass der Verlust eines Charakters dem Leser beinahe so weh tut, wie den Figuren des Comics selbst, macht „Saga“ so besonders.
Das siebte große Kapitel der Reise ist eine Geschichte von Verlust, Schmerz und Melancholie, die einem bitterlich unter die Haut fährt, wie eine düstere Jazz-Platte an einem lauen Herbstabend. Dabei verläuft die Handlung so wunderbar unberechenbar wie eine Best-Of-Sammlung von George R. R. Martins most unpredictable Plot-Twists, wobei dies mit immer wieder neuen, kuriosen Figuren ausgefüttert wird, was wiederum die Frage aufwirft, was wohl in Vaughans Kopf vorgehen mag, um auf solche Ideen zu kommen. Sei’s drum, wir Leser sollen lediglich genießen und genießen kann man diese Serie ohne Unterlass, denn Brian K. Vaughan und Fiona Staples „Saga“ ist und bleibt eines der größten Highlights des US-Comic-Marktes. Pflichtkauf!

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