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Review: Justice League United #1 - der etwas andere Lemire!

  • Beitrags-Autor:
(Copyright: Panini Comics)
Hier haben wir sie, die Justice League of Cana... ähm... United. Der aufstrebende Autorenstern Jeff Lemire wollte die Serie ursprünglich Justice League of Canada nennen, geplant als Fortsetzung zur recht erfolgreichen, aber kurzen Serie Justice League of America, die nach dem Event Forever Evil eingestellt wurde.
Vom Plot her sollte die kanadische Gerechtigkeitsliga sich von der US Regierung lossagen, da das Vertrauen nach den Vorkommnissen des oben genannten Events, gebrochen war.
Na ja... DC’s Beweggründe diese Pläne zu ändern, lassen wir mal außen vor. Konzentrieren wir uns auf das Hier und Jetzt. Ich meine: hey... Jeff Lemire schreibt ein ganzes DC Team, klingt doch prima oder? Abwarten!
Animal Man und Stargirl befinden sich in Toronto und geben eine Autogrammstunde, als plötzlich Adam Strange auftaucht und die beiden um Hilfe anbettelt. Strange unternahm Ausgrabungen bei denen aus heiterem Nichts dessen Doktorandin verschwand.
Die beiden Superhelden bitten die Mitglieder der ehemaligen JLA um Hilfe. Auf diese Bitte reagieren jedoch nur Martian Manhunter und Green Arrow. Ehe man sich versieht, erlebt man eine ganze Menge übler Dinge im weit entfernten Polaris-System. Und als würde das nicht reichen, mischen auch noch Lobo, Hawkman und Supergirl mit.

Klingt alles erst mal recht spaßig. Ok, letztendlich ist es das auch. Etwas verstörend war jedoch, dass auf dem Cover nun mal der Name - Lemire - steht und man von diesem Bengel doch einen amtlichen Satz Qualität erwartet. Lemire ist einer der Stars des New52 Universums. Schließlich hat er es geschafft aus der im Vornherein nicht gerade vielversprechenden Serie Animal Man, einen absoluten Qualitätserfolg zu machen.

Mit Serien wie Sweet Tooth, Essex County oder eben Animal Man, hat der Mann bewiesen, dass er ein absolutes Autorentalent ist. Der Start der neuen Justice League United ist im Vergleich dessen jedoch recht verhalten. Erst ab der Mitte des Bandes scheint sich eine deutlich interssantere Substanz zu bilden, so dass die Story nach dem Abschluss ein angenehmes Wohlwollen auslöst.
Green Arrow und Animal Man wirken total „out of charakter“ - anders als Lemire sie selbst in den Solo-Serien geschrieben hat. Wie kommt der Mann darauf aus den beiden ein Slapstick-Pärchen zu machen, wo er ihnen doch sonst so viel Tiefe verliehen hat?
Mike McKone’s Artwork schien sich ebenfalls im Verlauf des Bandes deutlich zu steigern. So liefert der Mann eine saubere Arbeit, die den ein oder anderen Hingucker zu bieten hat, letztendlich aber nicht sonderlich herausragend ist.
Der erste Storybogen der Justice League United weiß also zu unterhalten und verführt auf jeden Fall zum Weiterverfolgen. So sollten Freunde der erwähnten Figuren definitiv einen Blick riskieren, noch dazu gibt es die neue Origin von Adam Strange - für Kontinuitätsfreunde somit ebenfalls interessant. Ein solider Band von einem sonst überdurchschnittlichen Jeff Lemire.
Eine Leseprobe gibt es hier.

Bewertung:

 

Verlag: Panini Comics
Format: Softcover
Vö-Datum: 14.04.2015
Originalausgaben: US Justice League United 0-4
Seitenzahl: 124
Sprache: Deutsch
Preis: 14,99 €

Darf gern geteilt werden! 🙂

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