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Review: Superman #37 - Geoff Johns und John Romita Jr. übernehmen den Mann aus Stahl!

  • Beitrags-Autor:
(Copyright: Panini Comics)
Nach Grant Morrisons (Arkham Asylum, Batman R.I.P., Final Crisis) Abgang von den Action Comics in Ausgabe #19, steckte das deutsche Superman Heft für mich irgendwie in einer Krise.
Nichts herausragendes oder originelles war mehr in den Storys von DC’s Stählernen zu finden. Andy Diggle (Arrow, Daredevil: Reborn) machte im Anschluss für ein paar Ausgaben zwar einen recht geradlinigen Job, aber sein nachfolger Scott Lobdell, (Red Hood and the Outlaws) der dann eine Zeit lang Action Comics und Superman schrieb, riss das Ruder für mich fast gänzlich gen Nullpunkt. Es war zum Verzweifeln.
Mit Superman: Doomed und dem Mitwirken von Greg Pak (Batman/Superman, X-Men) und Charles Soule (Swamp Thing, Red Lanterns) konnte man dann zumindest etwas Licht am Ende des Tunnels sehen.
Diese Sorgen und Nöte scheinen gänzlich vorbei zu sein. Zumindest hat man den Eindruck, wenn man sich das Kreativteam anschaut, das nun die US Serie Superman übernommen hat, welche diesen Monat in der Ausgabe #37 des deutschen Superman Heftes startet.

Kein geringerer als DC Superstar Geoff Johns (Blackest Night, Sinestro Corps War, Flashpoint, Justice League, usw.) wird vorerst als Autor für den Mann aus Stahl fungieren und hat sich dafür auch noch skandalträchtige Unterstützung fürs Zeichenbrett mitgebracht: Marvel-Legende John Romita Jr.!

Ein dicker Fisch den sich DC Comics da an Land gezogen hat, schließlich ist der Mann dafür bekannt nahezu jede relevante Marvel Figur und Serie gezeichnet zu haben. Auf der anderen Seite ist Romita Jr. auch ein Mann der polarisiert: sein Stil wird bei manchen Fans, gelinde gesagt, als „etwas eigen“ beschrieben. Dazu später mehr. Dem Hype und den Diskussionen zum Trotz: worum geht’s überhaupt?
Vor 25 Jahren: Ein Forschungslabor unter der Oberfläche Nebraskas erlebt eine Katastrophe. Interdimensionale Forschung verselbstständigt sich und sorgt dafür, dass sich „fremde Materie“ ausbreitet und alles verschlingt. Ein Ehepaar, das an der Forschung erheblichen Anteil hat, weiß keinen anderen Rat, als ihren Sohn auf die interdimensionale Reise zu schicken, um dessen Leben zu retten, während sie selbst dem Untergang geweiht sind. (na, klingelt da was?)
In der Gegenwart: Perry White sieht seine Zeitung in der Krise und versucht Clark Kent zurück zum Daily Planet zu holen. Währenddessen taucht ein mysteröser Superheld mit dem Namen Ulysses auf und Clark vermutet Verbindungen zu einer längst vergessenen Katastrophe in einem Forschungslabor.
Johns’ Story-Auftakt beginnt gewohnt spannend und bietet genau den Lesefluss, den man auch von ihm erwartet. Dass der Mann Superman schreiben kann, wissen wir spätestens seit seiner großartigen Story Brainiac (Superman Sonderband #33). Geoff Johns ist ein Blockbuster-Autor, das hat er über die Jahre immer wieder bewiesen. So verhalf er schließlich Serien wie Flash, Green Lantern und vor kurzem auch Aquaman zu einer neuen Renaissance. Sein Verständnis für die Charaktere, besonders für Perry White und dem Gespann Olsen/Lane, zielt vor allem auf einen klassischen Status Quo im Superman Universum ab. Daher blickte ich auch voller Vorfreude auf die Ausgabe und wurde nicht für ein einziges Panel enttäuscht.
Wo wir grad bei Panels sind... Mr. Romita Jr. steht dafür Diskussionen entfachen zu können. Sein eigenwilliges Artwork, voller Unförmigkeit und physiologischer Ungenauigkeit, brachten ihm schon viel Kritik ein. Manche lieben ihn dafür, manche wünschen ihm die Pest an den Hals. Für meinen Geschmack flimmert da oft etwas mehr gekünstelte Fanboy-Empörung mit, als wirkliche Argumentation.
Ich empfand seine Eigenwilligkeit immer als äußerst erfrischend, so wie auch hier. Man muss ihn  nicht mögen, darf man aber und jeder hat das Recht das für sich selbst zu entscheiden. Für die Koloration hat sich Romita Jr. übrigens Klaus Janson (The Dark Knight Returns, Daredevil) an die Seite geholt!
Ein fantastisches Heft und ein idealer Einstiegspunkt für Neuleser. Drei große Namen des Mediums areiten zusammen an einer Figur. Hier bahnt sich einer der qualitativsten Superman Arcs seit dem Neustart an und man sollte sich gut überlegen, ob man das verpassen will.
Eine Leseprobe gibt es hier.

Bewertung:

 

Verlag: Panini Comics
Format: Heft
Vö-Datum: 09.06.2015
Originalausgaben: US Superman #32-33
Seitenzahl: 60
Sprache: Deutsch
Preis: 4,99 €

Darf gern geteilt werden! 🙂

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