Anzeige

Review: Avengers & X-Men: Axis #2 - Rick Remender auf der Suche nach der Handlung!

  • Beitrags-Autor:
(Copyright: Panini Comics)
Oh man. Was ist nur aktuell in Marvels Event-Segment los?
Nach dem extrem starken Crossover Infinity, von Fantastic Four Mastermind Jonathan Hickman, das bei Panini Comics demnächst in einer schicken gesammelten Ausgabe erscheint (klicken, kaufen, lesen!) und dem mittlerweile schon wieder in Vergessenheit geratenen Original Sin von Jason Aaron, versucht sich nun Rick Remender an einem Crossover-Event im Haus der Ideen. Versucht ist dabei noch wohlwollend ausgedrückt.
9 US Hefte soll das Geplenkel namens Avengers & X-Men: Axis umspannen, welches in 4 deutschen Heften veröffentlicht werden soll. Heft #2 der Reihe erscheint in der kommenden Woche und lag mir nun zur Begutachtung vor.
Als erstes sei gesagt: ich liebe Marvel Events. Ich liebe Crossover Events im Allgemeinen, aber ganz besonders Marvel Events. Warum? Keine Ahnung, ich steh einfach auf das Mashup der Charaktere, besonders in Space-Geschichten (verw. Infinity, kaufen Leute, kaufen!). Was uns Mr. Remender hier vorsetzt ist jedoch an Belanglosigkeit kaum zu unterbieten.

Als zweites sei gesagt: Avengers & X-Men: Axis entspringt den Ereignissen aus Remenders bisherigem Uncanny Avengers Run und setzt in gewisser Weise voraus, dass ihr diesen gelesen habt oder zumindest wisst, was dort geschehen ist. Kurz gesagt: Red Skull hat sich das Hirn des toten Charles Xavier geschnappt, sich dessen mentale Fähigkeit angeeignet und donnert nun als Red Onslaught durch die Gegend und bekommt es mit den Avengers, den X-Men und diversen anderen zu tun.
Ihr runzelt nun die Stirn, oder? Passt auch. Bereits im ersten Heft bekamen wir quasi 2 US Ausgaben lang stumpfe Klopperei und Rumgehüpfe unserer Helden, gegen einen dämlich in der Gegend gestikulierenden und Sprüche sabbernden Red Skull, Verzeihung, Red Onslaught. Ausgabe #2 setzt dort an und liefert in der ersten Hälfte nichts anderes, außer... Kluh. Den Hulk des Hulks. Das lasse ich jetzt mal unkommentiert.
In der zweiten Hälfte (US Ausgabe #4) versucht Remender dann erstmalig so etwas wie einen Plot aufzubauen. Carnage versucht sich als Superheld, Tony genehmigt sich ’nen Drink und die Helden fangen an sich irgendwie seltsam zu verhalten, was jedoch ein Cliffhanger-Potential hat, wie einer Pflanze beim Welken zuzusehen.... und Ende.
Das was den Leser hier maximal bei der Stange halten könnte, wäre das recht schicke Artwork von Leinil Francis Yu. Aber das ist ein Licht, das schnell erlischt, wenn Remender nicht endlich beginnt, dem Leser einen Grund zum Lesen zu geben. Andererseits hat A&X: Axis das Potential zu einem der schlechtesten Marvel Events der letzten Jahre zu werden. Und für manche soll ja auch das ein Kaufgrund sein.

Eine Leseprobe gibt es hier.

Bewertung:

Verlag: Panini Comics
Format: Heft
Vö-Datum: 07.07.2015
Originalausgaben: US Avengers & X-Men: Axis #3-4
Seitenzahl: 68
Sprache: Deutsch
Preis: 5,99 €

Darf gern geteilt werden! 🙂

guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments