Anzeige

Review: Der Tod von Wolverine #1 - ein blutiger Abgesang

  • Beitrags-Autor:
(Copyright: Panini Comics)
Impulskäufe sind einfach toll! Ich muss gestehen beim monatlichen Wolverine / Deadpool Heft bereits vor einigen Monaten ausgestiegen zu sein. Gelegentlich habe ich zwar die Threads zu den Heften im Forum verfolgt, jedoch konnten mich die Resonanzen einfach nicht dazu bewegen mal wieder eine Ausgabe zu kaufen.
Als ich jedoch las, dass Swamp Thing und Red Lanterns Autor Charles Soule den seit Monaten angekündigten Tod des haarigen Kanadiers schreiben würde, und ich dann auch noch beim Durchwühlen der monatlichen Neuerscheinungen auf besagte erste Sonderausgabe stieß, musste ich dann doch mal zugreifen. Entgegen aller Erwartungen kann ich sagen: das hat sich gelohnt!

(Copyright: Panini Comics)
Wie wir wissen, hat der etwas zu kurz geratene Vielfraß vor einiger Zeit seine Selbstheilungskräfte verloren. Das ist für jemanden mit Adamantium-Skelett natürlich äußerst ärgerlich... und schmerzhaft. Das größte Problem daran ist jedoch, dass sich mittlerweile rumspricht, dass Logan seine wichtigste Mutation eingebüßt hat und er somit zu einer wandelnden Zielscheibe wird. Es muss kaum erwähnt werden, das ein Sympath wie Wolverine sich über die Jahre viele Feinde gemacht hat. Und die Gewissheit, dass er endlich verwundbar ist, lockt so manchen Schurken hinter dem Ofen vor.
Im ersten von zwei Heften passiert an sich nicht allzu viel. Vor allem die erste US Ausgabe im Heft hat so viel Text, wie Schwarzenegger im ersten Terminator Film. Bildsprache wird hier also großgeschrieben und das ist gar nicht mal so übel, schließlich stammt das Artwork von Steve McNiven.
Auf Logan wurde ein exorbitant hohes Kopfgeld ausgesetzt und er ist natürlich recht interessiert daran herauszubekommen, wer das war. Dabei arbeitet er sich so brutal und blutig wie möglich vor... die Kopfnuss-Szene mit Nuke erinnerte dabei schon fast an ein Mark Millar Comic. Derbe!
Mit viel Testosteron und Machismo schreibt Soule den Untergang des schönsten Backenbarts der Comicgeschichte und erzählt dabei überraschend frisch und entertainend. Auch wenn der Plot null Überraschungen bietet, arbeitet Soule extrem nah am Charakter des Protagonisten, was das Heft zum Pflichttitel für Wolverine Fans macht. Ich hoffe, der zweite und letzte Teil, der bereits Ende des Monats erscheinen soll, kann das Niveau halten, denn mehr Logan geht einfach nicht. Mein Tipp: einsacken!

Eine Leseprobe gibt es hier.

Bewertung:

Verlag: Panini Comics 
Format: Heft
Vö-Datum: 28.07.2015
Originalausgaben: US Death of Wolverine #1-2
Seitenzahl: 68
Sprache: Deutsch
Autor: Charles Soule
Zeichner: Steve McNiven
Preis: 5,99 €

guest
4 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Anonym
Anonym
1. August 2015 18:46

wird das auch als Paperback erscheinen?

Emanuel Brauer
1. August 2015 18:59

Dazu gibt es noch keine offiziellen Infos, aber ich würde sehr davon ausgehen, dass da was kommt. Letztendlich wirst du aber mit dem Kauf der beiden Hefte günstiger kommen, als mit einem Paperback. 😉

Anonym
Anonym
1. August 2015 20:25

Wieso gnstiger?

Emanuel Brauer
2. August 2015 9:14

Nun, die Hefte kommen das Stück 5,99 €. Somit bist du bei beiden Heften bei insgesamt 12,00 €. Wartest du nun auf die gesammelte Ausgabe, wird die bei mind. 4 US Heften Inhalt wahrscheinlich bei 12,99 €, wenn nicht sogar bei 14,99 €.

Somit hast du die Story mit den Heften erstens schneller und zweitens etwas günstiger. 🙂