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Comic Review: Wonder Woman - Göttin des Krieges Bd. 02 (Panini Comics)

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Comic Review: Wonder Woman - Göttin des Krieges Bd. 02 (Panini Comics)
© Panini Comics

Comic Review: Wonder Woman - Göttin des Krieges Bd. 02

Die Zeit rennt. Kaum drei Monate nach dem Erscheinen der ersten Ausgabe der neugestarteten „Wonder Woman“ Reihe liegt bereits der zweite Band der Serie vor und knüpft umgehend an die Ereignisse des Vorgängers an. Das Traumpaar der Comic-Szene, in Form der Eheleute Meredith und David Finch, beschäftiget sich abermals mit der „Göttin des Krieges“ und „Königin der Amazonen“ und treibt unsere geliebte Diana somit in neue Abenteuer.
Bereits der letzte Band wusste zwar durchaus zu unterhalten, konnte jedoch nicht mit der großartigen Vorgängerserie von Ausnahmeautor Brian Azzarello mithalten. Ich war daher gespannt, ob sich der Band als mehr als nur ein optischer Leckerbissen entpuppt.

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(Copyright: Panini Comics)

Donna Troy, die einstige Widersacherin Dianas, sitzt noch immer in Haft und badet sich in Selbstmitleid. Auf der Erde macht sich ein neuer Gegner breit, Ägeus, der meint aufgrund seiner Vorfahren göttlichen Urpsrungs zu Größerem berufen zu sein. Angeführt und aufgestachelt von einer ominösen Gestalt macht er Jagd auf die „Göttin des Kriegs“ und will sie mit einem göttlichen, goldenen Pfeil zu Fall bringen, um selbst „Gott des Krieges“ zu werden.
Als Donna Troy derweil noch die Flucht zur Erde gelingt, scheint das Chaos perfekt und Wonder Woman hat aller Hand zu tun, die Hintergründe der derzeitigen Ereignisse zu erforschen.

Ein Pluspunkt der neuen Serie ist, dass etliche Figuren des Azzarello-Runs wieder aufgegriffen werden. Zum Nachteil werden diese jedoch nur ansatzweise in der Form charakterisiert und mit Tiefe versehen, wie es die Leser bei Azzarello gesehen und lieben gelernt haben. Allen voran Wonder Woman selbst, die unter dem glatzköpfigen Bartträger Azzarello noch eine gewiefte, taktisch denkende und erfahrene Kriegerin war und unter Meredith Finch zu einer Karikatur ihrer selbst verkommt.

Ein derart naives Vorgehen der Hauptfigur, in Relation zu allem was im Vorfeld geschah, ist einfach unschlüssig und deplatziert, da sich Diana hier lediglich auf ihre Moral und ihre Instanz als Heldin stützt und wie ein Roboter durch die Handlung manövriert wird. Das verleiht der Story keine Tiefe, jedoch Kurzweiligkeit, die dennoch lesbar ist.
Aufgrund der opulenten Optik von Ehemann David Finch, der wohl mittlerweile zu den Superstars des Verlages gehört, bekommt man trotz vorhersehbarer Handlung und schwachbrüstiger Dialoge, durchaus genießbare Blockbuster-Unterhaltung.

Der zweite Band von „Wonder Woman: Göttin des Krieges“ knüpft nahtlos an den Vorgänger an und sollte alle begeisterten Leser des letzten Bandes ebenso erfreuen. Letztendlich liefern die Finchs einen soliden Superhelden-Comic in äußerst ansehnlicher Optik, der kurzweilige Unterhaltung verspricht, darüber hinaus aber kaum in Erinnerung bleiben wird.

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3-Sterne

Titel: Wonder Woman - Göttin des Krieges Bd. 02
Verlag: Panini Comics
Format: Softcover
Vö-Datum: 07.06.2016
Originalausgaben: US Wonder Woman #41-47
Seitenzahl: 172
Autor: Meredith Finch
Zeichner: David Finch, Ian Churchill, Miguel Mendonca
Preis: 16,99 €

(Cover Copyright: Panini Comics)

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