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Comic Review: X-Men Bd. 01 (Panini Comics)

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Comic Review: X-Men Bd. 01 (Panini Comics)

Comic Review: X-Men Bd. 01 (Panini Comics)

Seit dem Ende von „Secret Wars“ ist alles neu. Na ja, mehr oder weniger. Acht Monate sind seit dem fulminanten Finale des Mega-Events von Jonathan Hickman vergangen, in dem er die Marvel Kontinuität einmal auseinandernahm und letztendlich wieder zusammenfügte. Acht Monate in Comic-Zeit.
Brian Michael Bendis hat nach seinem großartigen Run an den Muties das Zepter abgegeben und diverse neue Autoren übernehmen. Einer davon ist das Ausnahmetalent Jeff Lemire („Animal Man“, „Descender“), dem mit „Extraordinary X-Men“ (so der Titel der Serie im englischen Original) auch gleich das Flaggschiff der neuen X-Men Serien zugeteilt wurde.

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(Copyright: Panini Comics)

Wie wir wissen, ist Cyclops im Kampf gegen Doom gefallen, doch hat offenbar nicht jedes Ereignis aus dem „Secret Wars“ Bestand in der neuen, noch frischen Marvel Kontinuität. Acht Monate nach den Ereignissen gilt Cyclops dennoch als tot. Irgendwann innerhalb der letzten Monate muss er in einem ominösen Kampf gegen die Inhumans sein Leben gelassen haben. Aber dazu später mehr.
Storm versucht sich derweil als neue Anführerin der Muties und stellt sich dabei gar nicht mal so ungeschickt an. Die Menschen hassen  Mutanten mehr denn je, denn es ist mittlerweile bekannt, dass diese auf den Terrigen Nebel - ausgelöst durch die Inhumans (ihr habt doch „Infinity“ gelesen, oder?) - reagieren und sie dadurch an einer fürchterlichen Pockeninfektion erkranken. Illyana aka Magik hat die Schule daher an einem ihrer Meinung nach sicheren Ort versteckt - dem Limbus - und hofft dort vor etwaigen Übergriffen auf Mutanten geschützt zu sein.
Die X-Men wären natürlich nicht die X-Men würden sie nicht trotz aller Sorgen immer noch nach flüchtigen und hilfsbedürftigen Mutanten suchen, um diesen Schutz zu bieten. Dass ihnen dabei ausgerechnet ein alt gewordener Wolverine über die Füße stolpert, hat jedoch keiner der Helden erwartet.

Der von Humberto Ramos wie immer abenteuerlich extravagant bebilderte Band liefert in erster Linie alles, was man sich von diesem Neustart erhofft hat. Ein für die Leser noch undefinierbarer Status Quo wird angeschoben, wobei selbst fleißige Mitleser an einigen Stellen Fragezeichen aufleuchten sehen werden.
Aber genau das ist gewollt. Das mysteriöse Ende von Cyclops (wenn wir es denn mal Ende nennen wollen) wird wohl erst in einigen Monaten aufgeklärt werden, wenn im Event „Death Of X“ die Ereignisse, die zwischen „Secret Wars“ und der jetzigen Kontinuität stattgefunden haben, geschildert werden.

Der erste Band der X-Men bietet flotte Action, pfiffigen Witz, eine großartige Optik und eine breite Kelle voll mit Emotionen, wie bspw. die tollen Szenen zwischen der jungen Jean Grey und dem alten Logan. Trotz aller kurzweiligen und altbekannten Elemente schafft es Autor Jeff Lemire seine X-Men außerordentlich (ja, das war Absicht) frisch zu präsentieren, wobei zu hoffen bleibt, dass das ein oder andere Plot-Hole mit den nächsten Ausgaben geschlossen wird. Jeder mit einem Herz für Muties wird an dieser Ausgabe kaum vorbei kommen. Freuen wir uns schon auf viele weitere.

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3,5-Sterne

Titel: X-Men Bd. 01
Verlag: Panini Comics
Format: Softcover
Vö-Datum: 05.07.2016
Originalausgaben: US Extraordinary X-Men 1-5
Seitenzahl: 124
Autor: Jeff Lemire
Zeichner: Humberto Ramos
Preis: 14,99 €

(Picture Copyright: Panini Comics)

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