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Comic Review: Uncanny X-Men Bd. 01 (Panini Comics)

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Comic Review: Uncanny X-Men Bd. 01 (Panini Comics)

Comic Review: Uncanny X-Men Bd. 01 (Panini Comics)

Cullen Bunn wächst bei Marvel aktuell zu einem immensen Hoffnungsträger heran, schließlich werden ihm mittlerweile viele Projekte und Serien anvertraut. Die Weiterführung der „Uncanny X-Men“ ist nun eine davon, was bei mir große Erwartungshaltungen auslöste, zählte die Serie unter der Feder von Vorgänger Brian Michael Bendis für mich doch mit zu den besten Serien der „Marvel Now!“ Zeit (hier die Besprechung zum Finalband).

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(Copyright: Panini Comics)

Durch den im „Infinity“ Event freigesetzten Terrigen-Nebel der Inhumans sterben die Mutanten langsam aus. Wenn sie nicht gleich gänzlich durch den Nebel zugrunde gerichtet werden, erzeugt das für die Mutanten giftige Gemisch eine abstrakte Form der Unfruchtbarkeit. Zwischen den Mutanten und den Inhumans ist das Verhältnis dahingehend, gelinde gesagt, etwas angespannt.

Unter der Führung Magnetos tut sich eine Gruppe entschlossener Mutanten zusammen, um dem Aussterben entgegenzuwirken und das Ende der eigenen Rasse nicht länger hinzunehmen. Psylocke, Archangel, Fantomax, M, Mystique und auch Sabretooth lassen die kompromisslosesten X-Men seit der X-Force auf die Menschheit los, gewillt um das Überleben zu kämpfen und zwar mit allen Mitteln.
Dass dann auch noch eine Gruppe Fanatiker anfängt alle Mutanten mit Heilungskräften zu töten, da dies dem Sinne der Natur widersprechen würde, lässt Magnetos Truppe alle Entschlossenheit zusammen nehmen.

Autor Cullen Bunn schickt sich an das Erbe der X-Force anzutreten und den gewaltbereiten, kompromisslosen Arm der Muties ins Feld auszusenden. In Bezug auf die Gewaltdarstellung gelingt ihm dies weitestgehend auch.
Leider bleibt es dann aber auch dabei. Die durch Brian Michael Bendis charakterlich entwickelten Figuren der letzten Jahre wirken hier fast schon einem Reset unterzogen, so dass vom geläuterten Magneto und Freunde Cyclops (der aktuell als verstorben gilt) kaum noch etwas wiederzuerkennen ist.
Stattdessen bekommen wir abseits des mächtigen Anführers eine handvoll mehr oder weniger eindimensionale Charaktere, die mit recht platten Sprüchen über einen eher unspannenden Handlungsbogen hinwegtäuschen wollen. Vor allem die weiblichen Charaktere um Monet St. Croix (M) oder auch Mystique wirken durch und durch austauschbar und oberflächlich inszeniert, was ihrem Potential leider nicht mal ansatzweise gerecht wird.

Visualisiert wird das Ganze vom Macher der immer gleichen Gesichter Greg Land, der mit seinem üblichen Blockbuster-Artwork gewiss zu unterhalten weiß, aber wie gewohnt nicht allzuviel Wiedererkennungswert transportiert. Bemerkenswert empfand ich diesen leichten Old-School-Touch, der mich gelegentlich an die Pre-„Schisma“-Zeit erinnern ließ.

Die „Uncanny X-Men“ zeigen sich mit ihrer ersten Ausgabe als durchaus lesenswertes, aber dennoch recht austauschbares Team, das weitab hinter der Qualität der Vorgängerserie zurückstehen muss. Cullen Bunn rollt das Wesen der Figuren zwar neu auf und richtet sie dabei auch etwas klassischer aus, was an sich ok wäre, wenn die Interaktion der Figuren etwas weniger austauschbar daher kommen würde. Somit zeichnen sich die Uncannys für mich als das bisher schwächste Team der neugestarteten X-Men aus, da hier leider mehr Potential verschenkt als genutzt wird. Schade.

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2,5-Sterne

Titel: Uncanny X-Men Bd. 01
Verlag: Panini Comics
Format: Softcover / lim. Variant
Vö-Datum: 13.09.2016
Originalausgaben: US Uncanny X-Men #01-05
Seitenzahl: 116
Autor: Cullen Bunn
Zeichner: Greg Land
Preis: 12,99 € / 20,00 €

(Picture Copyright: Panini Comics)

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