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Comic Review: Doctor Strange Bd. 02 (Panini Comics)

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Comic Review: Doctor Strange Bd. 02 (Panini Comics)

Comic Review: Doctor Strange Bd. 02 (Panini Comics)

The Doctor is here... gut einige Monate nach dem sehr gelungenen Auftakt zu Jason Aarons und Chris Bachalos neuer „Doctor Strange“ Serie, legt Panini Comics die zweite Ausgabe nach und startet mit der neuen Story „Die letzten Tage der Magie“.
Im Gegensatz zum US Paperback wird die Geschichte im Deutschen auf zwei Ausgaben aufgeteilt, so dass wir im neuen Band mit „Doctor Strange“ #06-07 sowie „The Last Days of Magic“ #01 lediglich die ersten drei US Ausgaben zum Arc vorfinden. Fortgesetzt wird die Geschichte dann im dritten Sonderband, kommenden April.

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Der zerstörerische Kult der Empirikul hat die Erde erreicht und führt seine aberwitzige Mission fort, jegliche Magie sowie deren Ursprünge zu vernichten. Ihr Anführer, der Imperator, scheint wie von Sinnen in seinem Hass auf alles Magische. Doch kommt so langsam Licht ins Dunkel und ein Einblick in seine grauenvolle Vergangenheit legt zumindest die Motive des Wahnsinnigen offen.
Stephen Strange scheint derweil an seine Grenzen gestoßen zu sein. Seine Verbündeten fallen und seine Kräfte strahlen auch nicht mehr in vollem Glanz. Illyana Rasputin aka. Magik hat eine lange Vergangenheit mit dem Meister der Magie und steht ihm daher auch in diesem Kampf zur Seite, was ihr bald teuer zu stehen kommen könnte. Doch das Ende ist bereits gekommen und die magische Gemeinschaft des Marvel Universums muss sich der totalen Vernichtung stellen.

Die konzeptionelle Darstellung der Magie erreicht unter Jason Aaron bisweilen etwas groteske Züge. Sie ist eine endliche Macht, die mit physischen Mitteln zerstört werden kann. Ähnlich der Lichtenergie des Green Lantern Corps kann sie verbraucht werden, wobei sie sich hier in versteckten Winkelzügen der Erde verbirgt, wie ein fossiler Brennstoff. Das unter jeder vorgegaukelten Selbstverständlichkeit zu schlucken, fällt natürlich etwas schwer.
Dennoch funktioniert die Story unter diesen Begebenheiten recht gut, lässt man die Logik etwas außer Acht. Wozu bewegt man sich sonst in einem Superhelden-Comic? Aaron baut seine Charakterisierung des Stephen Strange mit langsameren Schritten weiter aus, denn die Hauptfigur steht im vorliegenden Band eher im Hintergrund, da man sich mehr auf den situativen Fall der Magie und die einfallenden Schergen von Empirikul konzentriert.
Zwischen den beiden Ausgaben der Hauptserie bringt das „The Last Days of Magic“ #01 Special etwas Auflockerung in dem es mehrere mit Doctor Strange verbundene Magier näher beleuchtet und aufzeigt, wie sie mit der Invasion konfrontiert werden.

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Wie auch zuletzt ist der große Punktebringer der aktuellen „Doctor Strange“ Reihe Zeichner Chris Bachalo. Seine unverschämt orgiastischen Layouts bringen einen förmlich dazu den Comic in der Hand zu drehen, um ihn von allen Seiten zu bewundern. Allein die wunderschönen Designs der Heimatwelt der Empirikul, mit ihren steril-hellen Farben stehen wunderbar im Kontrast zu den eher organischen Bildern der Erde.
Eine etwas zwiespältige Fortsetzung, die vor allem Wohlwollen erzeugt, wenn man den Hintergrund nicht hinterfragt. Nehmen wir die Unlogik der endlichen Magie als gegeben, öffnet sich jedoch ein äußerst dramatischer Plot in wunderbaren Bildern. Am Haken hat mich die Serie allein schon aufgrund des letzteren Arguments, daher kann Bd. 03 nicht schnell genug kommen.

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3,5-Sterne

Titel: Doctor Strange Bd. 02
Verlag: Panini Comics
Format: Softcover
Vö-Datum: 03.01.2017
Originalausgaben: US Doctor Strange #06-07, The Last Days of Magic #01
Seitenzahl: 108
Autor: Jason Aaron, Gerry Duggan und James Robinson
Zeichner: Chris Bachalo, Mike Perkins
Preis: 12,99 €

(Picture Copyright: Panini Comics / Marvel)

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