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Berliner Senat schreibt offizielles „Berliner Comicstipendium“ aus

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Berliner Senat schreibt offizielles „Berliner Comicstipendium“ aus

Berliner Senat schreibt offizielles „Berliner Comicstipendium“ aus

Das Medium Comic befindet sich in Deutschland im Aufwind. Gewiss, alles andere als vergleichbar mit Ländern wie Frankreich, Belgien, Japan und natürlich den USA, doch die traditionsreiche Kunstform des Comiczeichnens wird auch so langsam in Deutschland als das angesehen, was sie ist: Kunst.
Davon leben können heimische Comiczeichner trotzdem nur in Ausnahmefällen, was zumindest in der Bundeshauptstadt nun durch eine neue, offizielle Künstlerförderung abgefangen werden soll, weshalb die Senatskulturverwaltung offiziell das „Berliner Comicstipendium“ ausschreibt.

Ähnlich vergleichbarer Sparten der Künste wurde das Stipendium mit bestimmten Konditionen ausgeschrieben, wobei das Hauptstipendium i.H.v. 16.000 Euro dotiert wird, die Nebenstipendien hingegen mit 2.000 Euro. Für in Berlin lebende Künstler werden diese ab diesem Jahr künftig, jährlich im Herbst vergeben.

In der Ausschreibung heißt es:

Die Stipendien sind für die künstlerische Entwicklung von professionell arbeitenden Comic-Künstlerinnen und Comic-Künstlern bestimmt.“ [...] „Gefördert werden zeitlich begrenzte Arbeitsvorhaben oder die Fortführung bzw. Vollendung bestimmter Arbeiten.“ Als Kriterien werden „in erster Linie künstlerische und inhaltliche Qualität sowie Innovation“ angegeben.

Der Comic soll als eigenständige Kunstform sowie auch die Berliner Comicszene an sich gefördert werden. Die Problematik bezüglich unzureichender Entlohnung von Künstlern wird damit jedoch nicht gelöst. Vielmehr könnte man die Ausschreibung wohl als kleinen Schritt in Richtung künstlerische Anerkennung betrachten. Viel Glück an alle Bewerber.

(Picture Copyright: „Der Boxer“, Reinhard Kleist, Carlsen Verlag)

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