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Comic Review: Batman - Niemandsland Bd. 02 (Panini Comics)

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Comic Review: Batman - Niemandsland Bd. 02 (Panini Comics)

Comic Review: Batman - Niemandsland Bd. 02 (Panini Comics)

Und weiter geht’s mit dem zerstörten Gotham City. Panini Comics ist beim mittlerweile schsten Reprint-Band zur „Batman: Niemandsland“ Reihe angekommen, wobei wir mit dem eigentlichen Hauptteil nach vier Vorgeschichten-Bänden nun in die zweite Runde gehen. Wenn man die Checklisten gut im Auge behält, merkt man schnell, dass sich der Stuttgarter Verlag offenbar auf einen gut funktionierenden, dreimonatigen Turnus der Reihe eingespielt hat, weshalb mit der Reihe im kommenden Jahr sicher gut zum Ende finden dürften. Band Nr. 03 erscheint schließlich schon in wenigen Wochen.

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Gotham wird dem namensgebenden Namen der Reihe mittlerweile mehr als gerecht, denn die abgeschottete Stadt ist zu einem Wasteland verkommen, in dem das Recht und Gesetz des Stärkeren gilt. Die Polizei hält sich in ihrem Sektor weitestgehend wacker, doch kommt Commissioner Gordon so langsam an seine Grenzen, was nicht nur seine geliebte Frau zu spüren bekommt. Seine nach wie vor nur bedingt begründete, jedoch nachvollziehbare Missgunst gegenüber dem im Untergrund agierenden Batman verkompliziert die Situation noch mehr, denn eine Zusammenarbeit der beiden könnte in der aktuellen Lage einiges bewirken. Doch das sind nicht Bruces einzigen Probleme. Das mittlerweile ebenfalls aktive neue Batgirl stellt die Beziehung zwischen ihm und Oracle auf die Probe und dass in der Stadt die Verbrecher mittlerweile die Oberhand haben, hat auch seine Auswirkungen auf die Bevölkerung.

Die Reise geht auf bedrückende Weise weiter und beweist einmal mehr, wie gut die damaligen, tangierten Comic-Reihen aus den Batman-Universum ineinander griffen und eine über Jahre hinweg fortlaufende Crossover-Story zu erzählen wussten. Mir kommt es beim Lesen immer wieder in den Sinn, was dies für ein enormer redaktioneller Aufwand gewesen sein muss, alle Plot-Elemente beisammen zu halten und auf ein großes Ziel hin zu steuern. Ein nicht geringer Teil der Storys in diesem Band wurde von Autorentalent Greg Rucka geschrieben, der bereits in früheren Bänden für wenige Ausgaben aktiv war. Dies merkt man den Geschichten dahingehend an, dass vermehrt versucht wird detaillierte Charakterzeichnungen vorzunehmen, was sich als willkommene Abwechslung zeigt. Lediglich die Azrael-Storys fallen inhaltlich und auch optisch immer etwas hinten ab, fungieren jedoch als nette Zugabe zur Haupt-Story. „Batman: Niemandsland“ bleibt stark und beweist sich einmal mehr als eine der konzeptionell gelungensten Batman-Storys überhaupt.

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