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Comic Review: All-Star Batman Bd. 03 - Der Verbündete (Panini Comics)

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Comic Review: All-Star Batman Bd. 03 - Der Verbündete (Panini Comics)

Comic Review: All-Star Batman Bd. 03 - Der Verbündete (Panini Comics)

Und da sind sie auch schon, die letzten 5 US-Ausgaben der viel besprochenen Serie von Scott Snyder „All-Star Batman“. Nachdem zuerst John Romita Jr. und anschließend Jock das Vergnügen hatte, die ersten Kapitel der Reihe visuell umzusetzen, holt sich der Autor nun das Talent Rafael Albuquerque an die Seite und meine Güte, was ein Fest. Albuquerque und Snyder sind sich natürlich nicht gerade fremd, arbeiteten beide doch bereits an ihrer Erfolgsserie „American Vampire“ zusammen. Der dritte und letzten Sammelband von Panini Comics bringt uns also die finalen Ausgaben #10 bis 14 und schließt die Serie somit mit einem Comeback des Teams vollständig ab.

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Inhaltlich konzentriert sich Snyder überraschenderweise nicht auf Gothams Fledermaus, sondern dessen Mentor und Freund Alfred. Bruce und sein unscheinbarer Butler sind auf der Suche nach der Genesis-Maschine, welche die Fähigkeit haben soll, Körperzellen nach Belieben umzuschreiben. Also nicht, das man in falsche Hände geraten lassen sollte. Die Spur führt die beiden zu Hush, einem von Batmans vielen Widersachern. Doch verbindet die beiden eine gemeinsame Vergangenheit, sind sie doch zusammen aufgewachsen, was Hush zu einem der wenigen Feinde macht, die Batmans tatsächliche Identität kennen.
Doch bei Hush soll es nicht bleiben, denn die Spur führt weit an ihm vorbei, über Verbrecher wie den Pinguin oder auch Black Mask, die im Zusammenschluss ein ernstes Problem für den nicht ganz so einsamen Vigilanten darstellen können. Die wahre Gefahr liegt jedoch in Alfreds Vergangenheit, denn seine einstige Zeit als Elitesoldat soll ihn endlich einholen und hat eine erschreckende Verbindung zum aktuellen Fall der beiden. Eine weitere, als Prequel agierende Story führt Batman in die Reihen einer russischen Mafiosi-Familie. Hier sammeln sich Ereignisse, die für den Hauptteil der Story nicht unerheblich sind.

Snyder bemüht sich im Kern der Geschichte Alfreds Historie zu retconen und mit deutlich mehr Background auszufüllen, als wir bisher von ihm zu kennen glaubten. Seine Interpretation des jungen Alfred als fähigen, aber grimmigen und vor allem heißblütigen Soldaten mag anfänglich etwas befremdlich wirken, baut sich jedoch genau zu dem auf, was Snyder mit der Erzählung bezweckt zu haben scheint: eine begründete Vater-Sohn-Beziehung zwischen Bruce und dem Mann, der ihn groß ziehen sollte. Snyder erzählt seine Geschichte aus elterlicher Sicht mit viel Emotion und auch einem Hauch Kitsch, was die beiden Charaktere deutlich mehr vermenschlicht, als man es sonst vielleicht gewohnt ist. Er nimmt der Beziehung der beiden die scheinbare Nähe und ersetzt sie durch eine tatsächliche, ja fast greifbare Liebe eines Vaters zu seinem Ziehkind und den Stolz gegenüber dem, was aus dem einstigen Kind geworden ist: ein Held.

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Visuell wird vor allem Rafael Albuquerque seinem hohen Standard mehr als gerecht. Der Mann ist einfach über jeden Zweifel erhaben und schafft es jedes noch so kleine Panel in ein kleines Comic-Kunstwerk zu verwandeln. Ganz wunderbar von Jordie Bellaire koloriert, erstrahlen die Seiten förmlich aus dem Buch heraus und schaffen es düstere Stimmungen und grell-bunte Neonfarben so wunderbar homogen wirken zu lassen, das scheinbar alles ineinander passen mag.
Snyder, Albuquerque und Co. liefern mit ihrem Abschluss der Reihe vielleicht nicht den besten Band der Serie ab - dafür waren die ersten Kapitel einfach zu stark - aber vielleicht den zweitbesten. „All-Star Batman“ erweist sich letztendlich als gelungene Serie mit Höhen und Tiefen, aber einem verdienten Platz in jeder Batman-Bibliothek. Empfehlenswert.

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Vincisblog
24. April 2018 10:15

7 von 10 ohne echte negativ Kritikpunkte? 8 Punkte hätte er imho schon verdient (eher 9 :P)

Vincisblog
24. April 2018 11:39
Antwort auf Kommentar von  Emu

Leider im Text nicht wirklich ersichtlich 😉