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Comic Review: The Walking Dead Bd. 29 - Ein Schritt zu weit (Cross Cult)

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Comic Review: The Walking Dead Bd. 29 - Ein Schritt zu weit (Cross Cult)

Comic Review: The Walking Dead Bd. 29 - Ein Schritt zu weit (Cross Cult)

Endlich ging es im vergangenen Monat weiter mit Robter Kirkmans und Charlie Adlards Welt der Untoten. An einem Punkt an dem ich die mittlerweile aus dem Ruder gelaufene TV-Serie nur noch mit Desinteresse strafen kann, hält mich der Comic seit mehr als 170 US-Ausgaben bzw. insgesamt 29 Cross Cult Bänden stets gespannt bei der Stange. Sicher gab es immer wieder Höhen und Tiefen, doch so ist das in einer Daily Soap und irgendwo zwischen all der Fiktion muss man ja auch ein wenig Realismus verstecken... und wenn es nur in der Interaktion der Charaktere ist.

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Etwas verwirrt war ich anfangs von der Inhaltsbeschreibung des Bandes. Cross Cult gibt an, dass Bd. 29 die US-Ausgaben #169 bis 173 enthalten solle. Technisch gesehen enthält die 29. Volume jedoch die Ausgaben #169 bis 174  - wie üblich 6 Ausgaben - und wenn ich mir das Ende der hier vorliegenden Geschichte anschaue, scheint dies auch bei der mir vorliegenden Cross Cult Band der Fall zu sein. Also entspannt euch, es wird euch nichts entgehen. Die Gemeinschaft muss sich mit den verheerenden Nachwehen des letzten Bandes und den Kampf mit der riesigen Herde auseinandersetzen. Viele verloren ihr Leben, die Überlebenden trauern und hinterfragen die letzten Tage, die Dinge die geschehen sind und vielleicht hätten vermieden werden können. Vor allem für Rick stellt dies eine enorme Herausforderung dar, deine seine Führungsrolle immer mehr in Frage gestellt wird. Dass Negan auf freiem Fuß ist, scheint einigen nicht zu gefallen und da Rick dies ermöglichte, wird er auch dafür verantwortlich gemacht. Besonders die angespannte Beziehung zwischen Dwight und Rick verschärft sich dabei zusehends.
Michonne und eine kleine Gruppe machen sich zu selben Zeit auf den Weg nach Ohio, was sie u.a. durch Pittsburgh führt. Dabei wird der neue Charakter Princess aka. Juanita Sanchez eingeführt.... und ja, die Dame ist speziell:

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Negan treibt sich derweil abseits der Gruppe herum, um genau zu sein, in der Nachbarschaft, in der er nach dem Ausbruch seine Frau Lucille vergraben hat - ein Punkt an dem ihr das Negan Special „Negan ist hier!“ gelesen haben solltet! Dwight versucht ihn dabei im Auge zu behalten, da sein Misstrauen und Rachegelüste kein Ende zu nehmen scheinen. Auch Maggie hat nach allem was war noch immer ein großes Interesse an Negan, weshalb auch sie ihn nicht aus den Augen lassen kann und will. Dies alles soll letztendlich zu einer längst überfälligen Auseinandersetzung der beiden führen...

Obwohl sich die Geschichte weitestgehend ruhig entwickelt, genieren Kirkman und Adlard durch das Einführen der neuen und durchaus diskutablen Juanita Sanchez aber auch mit der Auseinandersetzung zwischen Negan und Maggie einige Momente, die gehörig frischen Wind in die Rahmenhandlung der letzten Story-Arcs bringen. Juanita dürfte mit ihrer schnippischen, ja fast irrationalen Art in den kommenden Arcs gehörig Kontrastprogramm erzeugen. Die Erzählung um Rick und des schwindenden Vertrauens scheint Kirkman von langer Hand zu planen, da er sich bei der Ausgestaltung gewaltig Zeit lässt, doch die Situation von Heft zu Heft kritischer zu werden scheint. Ein großes Highlight der Ausgabe waren die Szenen mit Negan und vor allem das Aufeinandertreffen mit Maggie zum Abschluss. Der fiese Bastard Negan erhält ein intensives Charakterbuilding und so langsam umschleicht mich das Gefühl, dass er bald deutlich mehr im Zentrum des Geschehens stehen könnte, als Rick es gegenwärtig noch tut.

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Ein teils witziges aber auch emotionales Kapitel in der langen „The Walking Dead“ Historie. Wer an diesem Punkt die Serie noch immer liest, weiß ganz genau, weshalb er oder sie am Ball bleiben. Und lesen sollte die Reihe ohnehin jeder, denn ein vergleichbares Format, das über so viele Jahre eine Soap Opera als Genre-Comic aufziehen kann und nach 170 Ausgaben noch immer Geschichten zu erzählen vermag, wird es so schnell nicht wieder geben. Und solange Kirkman, Adlard und Rathburn das Niveau so halten, wie sie es seit einigen Bänden schaffen, bin ich ausnahmslos zufrieden.

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2 Kommentare
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Lars
Lars
25. Mai 2018 16:05

Ich liebe die Serie noch heute. Swit mehr als 10 Jahren steht sie für Qualität! Das hat für mich kaum eine ander Comicswrie geschafft.

VaultHead
VaultHead
25. Mai 2018 18:13
Antwort auf Kommentar von  Lars

Dem schließe ich mich an, auch wenn ich von diesem Band noch etwas entfernt bin. Für mich dennoch eine der besten Serien momentan.