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Comic Review: Extremity Bd. 02 (Cross Cult)

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Comic Review: Extremity Bd. 02 (Cross Cult)

Autor und Zeichner Daniel Warren Johnson hat mit seiner Skybound-Reihe „Extremity“ in den vergangenen Monaten gewaltig Staub aufgewirbelt. Nicht nur erhielt die auf 12 Ausgaben angelegte Maxi-Serien bereits vorab ein etwas ausgewogeneres Interesse der Leserschaft, aufgrund des potentiell abgeschlossenen Konzeptes, das sich dahinter verbergen könnte - zumindest mein Empfinden. Nein, der Einschlag der Reihe verlief so gut, dass der Titel auch prompt eine Nominierung in der Kategorie „Best Limited Series“ der begehrten Eisner Awards in diesem Jahr bekam.
Gut, die Auszeichnung mag letztendlich an „Black Panther: World of Wakanda“ gegangen sein, doch für eine Nominierung müssen andere Akteure bisweilen ein Leben lang arbeiten, ohne letztendlich je dieses Privileg genießen zu dürfen. Sei’s drum.
Cross Cult bringt mit der zweiten, abschließenden „Extremity“ Volume nun die Ausgaben #07 bis 12 nach Deutschland. Für mich Grund genug den ersten und zweiten Band gleich noch einmal am Stück zu lesen... und was soll ich sagen, außer, verdammt... das solltet ihr auch!

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Der Roto Clan und die Paznina bekämpfen sich seit Jahren. Verluste, Demütigungen und Rachegelüster gab es auf beiden Seiten. Abba Jerome, Anführer der Roto, wollte seine Kinder Thea und Rollo zu fähigen Kriegern ausbilden. Sie sollten die neue Generation des Stammes werden, dem irgendwann, sofern die Paznina endgültig vernichtet worden, einmal Frieden zuteil werden sollte. Doch wie wir im ersten Band lernten, ist dies nur ein Traum, denn Jerome hat sich gänzlich in seinem verzehrenden Hass auf die Paznina aufgegeben und seine Kinder sind nicht bereit diese Bürde ebenfalls zu tragen, allen voran sein eher intellektuell besaiteter Sohn Rollo.
Im zweiten Teil der Geschichte sind die beiden Kinder nach dem katastrophalen Ausgang des letzten Bandes von den anderen abgeschnitten und müssen in der Alten Finsternis versuchen zu überleben. Doch ihnen tun sich beinahe neue Welten und Verbündete auf, deren Existenz sie nie für möglich gehalten hatten und sie lernen, dass es einen anderen Weg geben muss, als die gänzliche Vernichtung eines konkurierenden Volkes anzustreben. Doch der Weg wird schwer und die Verluste zahlreich, was letztendlich jedoch zu einem alles übertreffenden Finale und einem neuen Morgen führen könnte...

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Autor und Zeichner Daniel Warren Johnson führt das Erfolgsrezept des ersten Bandes fort und steigert dies in der Summe sogar noch. Johnson versucht das Konzept der Namensgebung seines Comics vielfältig in die Story einzuweben und seine futuristische Endzeit-Fantasy-Welt mit allerhand Extremen auszustatten. Auf der einen Seite stehen die Kinder und ihre baldigen Gefolgsleute, welche sich für einen allumfassenden Frieden einsetzen, auf der anderen Seite Jerome, der die totale Vernichtung der Paznina im Sinn hat.
Die vielen Fragen, die sich dem Leser über die Welt und die Geschichte der Gesellschaften nach dem ersten Band auftaten, bleibt Johnson uns jedoch weitestgehend schuldig. Vielmehr stellt diese zwölfteilige Geschichte einen kleinen Auszug aus einer scheinbar langen, komplexen Historie dar. Das Erzähltempo bleibt konsequent hoch und die Ideen unvorhersehbar. Mit brachialen Bildern, interessanten Figuren, einem Funken Zynismus und harten Wendungen generiert der Autor und Zeichner einen überraschend bombastischen Action-Blockbuster, dessen Kinoadaption eigentlich nur eine Frage der Zeit ist. Zwingend am Stück lesen und genießen. So geht Action-Comic!

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