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Comic Review: Superman Sonderband 05 - Die Macht der Furcht (Panini Comics)

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Comic Review: Superman Sonderband 05 - Die Macht der Furcht (Panini Comics)

Peter J. Tomasi und Patrick Gleason melden sich mit ihrem bisher absolut gelungenem Run an „Superman“ zurück. Mit dem fünften Sonderband der Reihe bringt Panini Comics die US-Ausgaben #26 bis 30 nach Deutschland. Die neuste Auskopplung der Erfolgsserie beinhalte wieder einmal mehrere Kurzgeschichten, die von Single-Issue-One-Shots bis hin zu mehreren Heften übergreifenden Storys reichen. Für die erste Geschichte übernehmen jedoch Autor Michael Moreci und Zeichner Scott Godlewski das Zepter.

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In der One-Shot-Story „Brains vs. Brawns“ muss Clark sich mit seinem Jungen und dessen noch nicht wirklich unter Kontrolle gebrachten Kräften und Ambitionen auseinandersetzen. Clark erinnert sich dabei an seine Jugend in Smallville zurück und wie sein Vater einst versuchte, ihn als Jungen mit aufflammenden Kräften beizubringen, diese zu händeln. John ist natürlich mit reichlich Temperament ausgestattet und führt die Geduld seines Vaters mit unüberlegten und gar gefährlichen Aktion auf Messers Schneide.
In der anschließenden zweiteiligen Story „Declaration“ übernehmen Tomasi und Gleason wieder die Autorenrolle. Gezeichnet wird hier ebenfalls von Scott Godlewski. Die Kents machen Urlaub und reisen mit dem Wohnwagen durch die USA. Dabei stehen bedeutende historische Orte auf dem Fahrplan, die ausschlaggebend für bestimmte Ereignisse der amerikanischen Geschichte waren.
Der ebenfalls auf zwei Ausgaben angelegte Nachfolger „A Minute Longer“ wird indes von Keith Champagne verfasst. Den ersten Teil übernimmt Doug Mahnke als Zeichner, wobei die abschließende Ausgabe von Ed BenesPhilip Tan und Tyler Kirkham visuell umgesetzt wird. In Metropolis kommt es zu seltsamen Situationen, in denen tägliche Kinder spurlos verschwinden. Selbst Superman hat seine Probleme herauszubekommen, wer oder was dahinter steckt. Als sich herausstellt, dass kein Geringerer als Paralax der Grund dafür ist, kommt es zu einem intensiven Aufeinandertreffen zwischen Paralax und dem Stählernen. Natürlich ruft dies auch bald Sinestro auf den Plan.

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Die drei Storys purzeln weitestgehend solide aus den Seiten. Erleben wir in der ersten Geschichte eine obligatorische „Verzweifelter Mentor versucht ungestümen Jung-Superhelden in die Schranken zu weisen“ Erzählung, wird schnell klar, dass hier wenig Neues geboten wird. Das Schema ist hinlänglich bekannt und wird auch innerhalb einer Ausgabe mit allen allseits bekannten Erzählkurven und obligatorischem Happy End abgefrühstückt.
In der zweiten Story wird es dann schon etwas interessanter. Versuchen Tomasi und Gleason hier doch bisweilen etwas Gesellschaftskritik unterzubringen, ergießen sie sich allzu schnell in reichlich unnötigem Pathos... Superman, der die Überreste eines vor Jahrhunderten verstorbenen Veteranen in einer US-Flagge eingewickelt nach Hause fliegt, um ihn von seinen Nachfahren endlich begraben zu lassen... ernsthaft? Das trieft regelrecht aus den Seiten und hätte ich von den beiden in der Form auch nicht erwartet.
Keith Champagnes Paralax-Story mutiert dann fix zum generischen Superheldenreißer, der unwahrscheinlich länger als 5 Minuten beim Leser hängen bleiben dürfte. Wenn doch, dann aufgrund der tollen Zeichnungen von Mahnke, Tan und Co.
In der Summe ist die fünfte Volume der aktuellen „Superman“ Reihe daher eher als solide Durchschnittskost einzustufen, denn als obligatorischer Überflieger, wie wir es bisher von dem Run gewohnt waren. Optisch durchweg hübsch anzusehen, machen die Storys jedoch nur mäßig etwas her. Kann man lesen, muss man aber nicht. Schade.

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