Comic Review: Wonder Woman Bd. 05 - Kinder der Götter (Panini Comics)

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Comic Review: Wonder Woman Bd. 05 - Kinder der Götter (Panini Comics)

Nach Greg Ruckas fulminantem Auftakt zur „Wonder Woman“ Rebirth Reihe in 4 Bänden (Band 1, Band 2, Band 3 + Das erste Jahr) gab es mit Shea Fontanas und Mirka Andolfos kurzzeitigen Übernahme einen ziemlichen Ausfall, der nicht ansatzweise mit den vorangegangenen Storys mithalten konnte.
Doch dieser Ausfall sollte lediglich eine Überbrückung bis zum Start von James Robinsons Arbeit an der Amazone im neusten Band zur Reihe bei Panini Comics darstellen, welchem ich schon reichlich gespannt entgegen blickte. Robinson ist schließlich ein alteingesessener DC-Veteran und das letzte Lebenszeichen, das ich bewusst von ihm las, waren die ersten wunderbaren Kapitel zur „Erde Zwei“ Reihe zum „New 52“ Relaunch. Meine Vorfreude auf die neuste Story war demnach ziemlich groß... leider zu groß, wie sich beim Lesen des Bandes herausstellte.

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Autor James Robinson greift die Ereignisse des „Darkseid War“ (hier & hier) im Vorfeld des „Rebirth“-Starts auf. Wir erinnern uns, der mächtige Darkseid ließ sein Leben, nur um als Baby wiedergeboren zu werden. Seit dem kümmert sich seine verheißungsvolle Tochter Grail um den einstigen und künftigen Despoten vom Planeten Apokolips. Darkseid unterscheidet sich natürlich enorm von anderen Babys (ich kann nicht fassen, dass ich solche Zeilen schreibe) und versucht auf schnellstem Wege seine verlorene Kraft und Größe wieder zu erlangen. Dazu metzelt er alte Götter nieder, um deren göttliche Kraft in sich aufzunehmen.
Nach dem Tod einiger Heroen trifft er natürlich auch auf Dianas Familienmitglieder - selbst göttliche Wesen des griechischen Pantheons -, was Grail kurzerhand Herkules niederstrecken lässt. Als nächstes steht Dianas verschollener Zwillingsbruder Jason auf der Menükarte, doch Wonder Woman ist schon zur Stelle, um sich einzumischen.

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Ein Satz mit X. Der Qualität, die man sonst von James Robinson gewohnt ist, wird seinem Auftakt zu „Wonder Woman“ leider in keinster Weise gerecht. Die Story ergießt sich weitestgehend generisch durch die einzelnen Ausgaben und reiht einen halbgaren Dialog an den anderen. Vor allem Wonder Womans naive Vorgehensweise erinnert schon beinahe an die zuvor unsägliche Arbeit von Meredith und David Finch. Der von Geoff Johns und Jason Fabok ins DC Universum eingeführte Bruder Jason wirkt hier vollkommen beliebig und austauschbar, und dass ein Teenager Darkseid dann auch noch kurzerhand Dianas Vater Zeus mit wenigen Handgriffen den Garaus macht, setzt dem Ganzen die Krone auf.
Die Saga um Wonder Woman wurde seit dem Start der „New 52“ Ära in neuer Form erzählt. Was Brian Azzarello mit seinem fantastischen Run aufbaute (Leute, lest diese Comics!), wurde von den bereits erwähnten Finchs beinahe zunichte gemacht und von Greg Rucka anschließend gerettet. James Robinson zeigt aktuell jedoch nicht, dass er der Aufgabe gerecht wird, die Heldensage der Amazone auf würdige Weise weiter zu erzählen. Schade.

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mor
mor
16. August 2018 17:32

Zumindest finde ich es gut ‚dass Herkules wieder positiver dargestellt wurde.