Comic Review: Geschichten aus dem Hellboy-Universum Bd. 7 (Cross Cult)

Comic Review: Geschichten aus dem Hellboy-Universum Bd. 7 (Cross Cult)

Mit dem mittlerweile siebten Band der opulenten „Geschichten aus dem Hellboy-Universum“ Reihe legt der Ludwigsburger Cross Cult Verlag abermals einige fortführende Paperbacks aus dem „Mignolaverse“ vor, welche das Geschehen zum Dunstkreis von Big Red weiterspinnen.

Wer das Treiben um Mike Mignola in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß natürlich, dass sein Hellboy zwar der Dreh- und Angelpunkt des Universums ist, doch eigentlich schon lange nicht mehr im Zentrum des Geschehens steht, sondern vielmehr die vielen Spin-off-Serien des Universums die Richtung vorgeben, vornehmlich natürlich die B.P.R.D. oder zu Deutsch, die B.U.A.P.

Im nun erschienenen Band erreicht uns Deutschleser auch endlich die langerwartete Veröffentlichung zu „Sledgehammer 44“, aber es geht auch mit Abe Sapien, dem von mir sehr geliebten Lobster Johnson und auch dem „Hell on Earth“ Zyklus der B.U.A.P. weiter.


Enthalten sind die Paperbacks:

  • Sledgehammer 44 Vol. 1
  • Abe Sapien Vol. 4 - Die Gestalt des Zukünftigen
  • B.U.A.P. Hell on Earth Vol. 9 - Die Herrschaft der Schwarzen Flamme
  • Lobster Johnson Vol. 4 - Schnappt den Lobster

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Der „Sledgehammer 44“ Sammelband teilt sich in 2 Storys, welche von John Arcudi verfasst und Jason Latour sowie Laurence Campbell visuell umgesetzt wurden. Der Zweite Weltkrieg tobt in Frankreich, doch die alliierten Truppen warten auf einen eisernen Krieger in schwerer Rüstung, der dem feindlichen Treiben Einhalt gebieten soll.

Doch niemand hätte damit gerechnet, dass eine Geheimwaffe wie der Hammer irgendwann einmal fallen würde und ein junger, unscheinbarer Soldat mehr unfreiwillig als gewollt das Erbe des Kriegshelden einnehmen muss. Vor allem nicht, wenn mit Raimund Diestel die erste Inkarnation der Schwarzen Flamme zum Tanz bittet und in die Finsternis blicken lässt.

In der darauffolgenden Geschichte ist Ex-B.U.A.P.-Agent Abe Sapien noch immer auf der Flucht... na ja, mehr oder weniger. Auf seiner Odyssee der Selbstfindung - während der Rest der Welt gerade zur Hölle fährt - durchstreift er Nordamerika, so u.a. auch Arizona sowie eine unscheinbare Kleinstadt, die nicht gerade arm an menschenfressenden Viechern ist, welche auch vor einem Fischmenschen keinen Halt machen. Umgesetzt wurde die Story wie üblich von Autor Scott Allie und den überaus talentierten Geschwistern Max und Sebastián Fiumara.


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Die neunte Volume der „B.P.R.D. - Hell on Earth“ treibt das aktuelle Außenteam der B.U.A.P., rund um Johann Kraus, Liz aber auch Fenix in die übriggebliebenen Trümmer dessen, was einst New York, respektive Brooklyn war. Die Schwarze Flamme hat hier mittlerweile Position bezogen und die Behörde sieht darin eine Chance, die Festung des Bösen einzunehmen und dem Treiben des apokalyptischen Finsterlings endlich entgegenzutreten. Dass dies vor allem für Liz Konsequenzen haben könnte, hatte am Anfang jedoch niemand bedacht. Umgesetzt ebenfalls von Autor John Arcudi und Zeichner James Harren.

Im letzten Kapitel ergreift abermals John Arcudi das Zepter zusammen mit dem wunderbaren Zeichner Tonci Zonjic, um ein neues Abenteuer des Lobster Johnson zu erzählen. Dieser gerät nach einer katastrophal ausgegangenen Auseinandersetzung zweier Wrestler ins Kreuzfeuer zwischen der Polizei und einem geheimen Verbrecherbund, welcher versucht, mit kreativer Manipulation gehörig zu Geld zu kommen. Doch ein Pulp-Held wie der Lobster verzagt nicht und nimmt den Kampf an mehreren Fronten auf.


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Man bekommt spürbar viel Lesestoff, denn bis man diesen Band durch hat, vergehen einige Tage. Der Facettenreichtum des „Mignolaverse“ ergibt sich dabei vor allem anhand der Titelauswahl, denn man springt förmlich thematisch durch das Universum und verbleibt dennoch in derselben Kontinuität, was sich beim Lesen aller Geschichten wie ein gewisser roter Faden anfühlt.

Besonders die „Sledgehammer“ Story sowie die Weiterführung des zweiten B.U.A.P. Zyklus und der Lobster wussten zu gefallen, denn hier wurde nicht nur optisch was geboten. Allgemein glänzte der Band mit den vorliegenden Serien durch starke Optik und allerlei charismatischer Abenteuer. Nur fehlt leider bei Abe Sapien aktuell etwas Zündstoff, denn die Handlung dümpelt seit 1-2 Paperbacks etwas vor sich hin.

Das „Hell on Earth“ Kapitel in New York dürfte für die kommenden Handlungsstränge noch von Bedeutung sein, denn mit der Auseinandersetzung zwischen Liz und der Black Flame könnte eine gewaltige Tür geöffnet worden sein. Und schließlich sind es „nur noch“ sechs Kapitel bis zum Ende des Zyklus.

Hellboy-Fans machen hier nichts falsch und allgemein haben wir ohnehin keine andere Wahl, denn wer der Kontinuität des Universums auch nur im Ansatz folgen möchte, muss diese Geschichten lesen. Und das sollte man auch, denn der Schmerz des Verpassens könnte sonst viel zu unangenehm werden.

Bereits im Juli geht es mit dem achten Band zum Hellboy Universum weiter, wobei uns dann neben weiteren Kapiteln zur B.U.A.P. und Abe Sapien auch wieder neues Futter zum Witchfinder ereilen wird.

Geschichten aus dem Hellboy-Universum Bd. 7

9

Bewertung:

9.0/10

Comic-Info

  • Verlag: Cross Cult
  • Format: Hardcover
  • Vö-Datum: 16.01.2019
  • Seitenzahl: ca. 600
  • Autor: u.a. Mike Mignola
  • Zeichner: u.a. Jason Latour
  • Preis: 50,00 €
  • Bilder: Dark Horse / Cross Cult

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Mr. Prefect
Gast
Mr. Prefect

Sledgehammer 44 spielt zeitlich vor allen Ereignissen der BUAP und von Hellboy, aber nach Lobster Johnson oder?

Streifenkarl77
Gast
Streifenkarl77

Wollte grad sagen, mit den Kompendien gibt es doch einen tollen und umfangreichen Einstieg in die Welt von Hellboy

Stefan
Gast
Stefan

Nach dem Filmbesuch hatte ich überlegt, mit Hellboy auf Papier anzufangen, jedoch macht es mir die Verlagspolitik von Cross Cult unmöglich. Die ersten Teile sowohl der Hauptreihe als auch der Universum Reihe sind nicht verfügbar und nur gegen viel Geld zu bekommen, so bekommt man keine neuen Leser, schade!

Christoph
Gast
Christoph

Falls es dir nichts ausmacht ein paar der beinhalteten Titel in Englisch zu lesen, kannst du dir diese Ausgaben für weniger Geld als englische Ausgabe zulegen, als die deutschen auf Ebay für viel Geld zu ersteigern. Oder eben, wie von Emu angeboten ihn ansprechen.

Christoph
Gast
Christoph

Es lohnt sich in jedem Fall die Reihe zu lesen. Sie gehört mittlerweile zu meinen Lieblingscomics.

Stefan
Gast
Stefan

Wäre auch eine Möglichkeit, wenn es aber finanziell vertretbar ist, dann lese ich auf Deutsch, einfach als Faulheit.
Was aber nicht verfügbar ist oder nur zu horrenden Preise, das konsumiere ich dann schon auf Englisch.
Werde dann jetzt mit dem Kompendium 1 starten!

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