Comic Review: Conan, der Cimmerier Bd. 3 (Splitter Verlag)

Comic Review: Conan, der Cimmerier Bd. 3 (Splitter Verlag)
© Splitter Verlag

Bereits im Januar diesen Jahres lieferte der Bielefelder Splitter Verlag den dritten Band ihrer zwölfteiligen „Conan, der Cimmerier“ Reihe ab, welcher sich einer ganz besonderen Geschichte widmete: „Beyond The Black River“. Oder im Deutschen: „Jenseits des schwarzen Flusses“.

Im 1934 befand sich Conan Schöpfer Robert E. Howard in einer gewissen Phase des Umbruches und verlor so langsam die Lust an den doch so typischen Conan Storys aus seinem eigenen Portfolio. So erfolgreich die Geschichten und Pulp-Hefte auch waren, in denen diese Erzählungen erschienen, war es vor allem der immer wiederkehrende Aspekt der gleichbleibenden Schemata der bisherigen Storys, aus denen er ausbrechen wollte.

Howard hatte zuletzt mehr Gefallen an Western, der Weite des eigenen Landes gefunden und wollte sich thematisch ein wenig daran anlehnen. Raus aus dem bis dahin recht generischen Sword & Sorcery Konzept mit vereinzelten erotischen Aspekten. Mehr oder weniger ist ihm dies mit „Beyond The Black River“ auch gelungen, wobei Mathieu Gabella und Anthony Jean die Story nun als Comic umsetzten.


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Dass es Probleme bereiten könnte, wenn sich die Aquilonier mal eben im Grenzgebiet der Pikten niederlassen würden, war eigentlich selbsterklärend. Die Aquilonier sahen das natürlich anders und siedelten freilich drauf los, was die Pikten mit diversen Angriffen auf die noch jungen Siedlungen quittierten und sich schnell eine mehr als angespannte Situation entwickelte.

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Doch die Pikten gehen nicht nur mit Schwert in den Kampf, sondern nutzen auch das Übernatürliche, denn der listige Magier Zogar Sag hat die Fähigkeit die Tierwelt zu beherrschen und diese auch in den Kampf zu führen.

Der in einem unscheinbaren Moment umherwandernde Balthus entgeht bei einem der Angriffe gerade noch so dem Tode, denn der sich für nichts zu schade seiende Conan rettet Balthus das Leben und avanciert just zu einem der wichtigsten Figuren in dem gerade erst aufkeimenden Konflikt.


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© Splitter Verlag

Wie anfänglich erwähnt, lehnte Howard die Geschichte stark an das zu der Zeit sehr populäre Western-Genre an, was man auch in der Comicadaption von Mathieu Gabella und Anthony Jean noch spüren kann. Weit ab der bekannten Zivilisation, im Unbekannten der bisher nicht erkundeten Natur und kämpfend gegen wilde Stämme, die den Invasoren so fremd sind, wie der im Zentrum stehende Conan selbst.

Auch der Comic liefert dabei ein erhebliches Maß an Atmosphäre, samt scharfzüngiger Dialoge und einem durchweg abgeklärten Badass-Protagonisten. So bleibt der Autor recht nah am Originaltext und lässt Zeichner Anthony Jean das Dschungelabenteuer detailverliebt inszenieren.

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Mit genügend Brutalität ausgestattet und dem Können, sich nicht in Blockbuster referenzierenden Splash-Pages ergießen zu müssen, bleibt die Inszenierung der Handlung dabei ausgesprochen bodenständig und dennoch gleichermaßen spannend. Für mich ganz klar ein kleines Highlight der bisherigen Reihe.

Conan der Cimmerier Bd. 3 - Jenseits des schwarzen Flusses

8

Bewertung:

8.0/10

Comic-Info

  • Verlag: Splitter Verlag
  • Format: Hardcover
  • Vö-Datum: 22.01.2019
  • Seitenzahl: 64
  • Autor: Mathieu Gabella
  • Zeichner: Anthony Jean
  • Preis: 15,80 €
  • Bilder: Splitter Verlag

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andreas homolka
Gast
andreas homolka

Ich hätte eine Frage ‚wie ist das mit den Rechten ‚da Marvel ja ebenfalls die Rechte an der Figur hat ‚ist sie öffentliches Gut ‚ähnlich wie bei Sherlock Holmes?

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