Alan Moore verlässt die Bühne mit einem Hieb auf Comicsgate-Trolle

Alan Moore verlässt die Bühne mit einem Hieb auf Comicsgate-Trolle
© Alan Moore / Mitch Jenkins

Comiclegende Alan Moore verlässt gegenwärtig die für ihn gewiss polierte Bühne der Comicszene, denn mit der aktuell für den US-Markt erschienen Ausgabe „The League of Extraordinary Gentlemen, Vol. IV, The Tempest“ #6 lieferten Moore und Zeichner Kevin O’Neill ihre letzte Comicarbeit ab. Das war’s nun also...

Nicht ganz, denn Moore und O’Neill konnten sich in der aktuellen Ausgabe einen kleinen Hieb auf die Trolle der rechtskonservativen „Comicsgate“ Bewegung nicht verkneifen und haben diesen in einen der fingierten Leserbriefe des Heftes gepackt.


© Top Shelf / Knockabout

So schreibt ein „Leser“ die beiden an:

Lieber Al und Kev: Als ein Konservativer mittleren Alters, abgeschottet hinter meine Tastatur geklemmt, Alexandria Ocasio Cortez trollend, mit meinem Batman T-Shirt übersät mit Pringles-Krümeln... kann ich da ernsthaft fragen, warum ihr das Comic-Business verlasst?

Euer Hiram J. Comicsgate III, Oklahodahio.


Excerp zum Thema Comicsgate:

Hinter „Comicsgate“ verbirgt sich eine Gruppe von Leuten, unter ihnen teilweise auch Comickünstler, die sich einer angeblich „erzwungenen Diversifizierung“ moderner Mainstream Comics „entgegenstellen“ und dabei vornehmlich weibliche Künstler, Künstler mit LGBT-Background sowie auch Künstler aus ethnischen Minderheiten ins Visier ihrer Beleidigungen und Drohungen nehmen. Kritiker ihrer Bewegung sowie auch Befürworter der Diversität in Comics werden dahingehend oft schlicht als sogenannte „Social Justice Warriors“ diffamiert.


The League of Extraordinary Gentlemen: The Tempest“ stellt die letzte Comic bezogene Zusammenarbeit Alan Moores und Zeichners Kevin O’Neill dar. Beide Künstler ziehen sich anschließend aus dem Medium zurück.

aktuell im blog:  Jeff Lemire mit neuem Horror-Comic im November: THE FAMILY TREE

Die Comicreihe „The League of Extraordinary Gentlemen“ umfasst bisher insgesamt 4 Paperbacks sowie mit der Nemo-Trilogie ein dazugehöriges Spin-off. Im Deutschen erscheinen die Comics aktuell bei Panini ComicsBtw, für mich gehört die Serie nach wie vor zu meinen Top-5-Lieblings-Comics.

Wie lange Panini Comics mit dem deutschsprachigen Release von „The League of Extraordinary Gentlemen: The Tempest“ brauchen wird, ist noch nicht bekannt. Mit etwas Glück, wissen wir in der zweiten Jahreshälfte mehr dazu. Hoffentlich.


© Top Shelf / Knockabout

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andreas homolka
Gast
andreas homolka

Bis vor weniger Zeit wusste ich gar nicht ‚dass sowas wie Comicgate existiert ‚ich hab das nicht so genau verfolgt, aber ich war entsetzt und vor allem enttäuscht ‚dass nicht einmal das Comicgenre vor rechten Ä$(#$% gefeit ist.

live4eating
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live4eating

Ich habe auch das Gefühl, dass die Bewegung zum Glück nicht ganz so groß ist, wie in den anderen Medien. Mir ist es ziemlich stark beim Marvel NOW Relaunch aufgefallen, gerade als Jane Foster den Hammer übernommen hat, Falcon das Schild. Dann mit Riri Williams nach Civil War. Das war teilweise schon relativ heftig. Freue mich aber, dass es so viele Künstler gibt, die sich davon nicht beeindrucken lassen und weiterhin so gute und diverse Comics produzieren.

DariusDax
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DariusDax

gute und diverse Comics“ – genau wegen dieser ideologischen Ausrichtung gab kam es zum Comicgate. Zum Glück haben das viele Leser auch so gesehen und die diversen Comics (Ideologie vor Kunst) in den Läden liegen lassen, bis die Händler darauf hingewiesen haben.

Don Calicula
Gast
Don Calicula

Nun das solche Idioten auch in diesem Bereich unterwegs sind ist eigentlich nicht verwunderlich. Andererseits hat die Comic-Branche aber auch nicht wirklich geholfen in dem sie manchen ihrer SJW-Fans gesagt hat sie sollen mal runterkommen wenn jemand an einem diversen Charakter Kritik übt. Und ich spreche nicht davon das jemand sagt der Charakter kann diese Rolle nicht einnehmen weil er oder sie ne andere Hautfarbe hat als das Orginal. Es waren allzuoft nichts als Ripoff’s bekannter Charaktere die mit nichts wirklich Punkten konnten als ihrer Diversität und wenn man so einen Helden schreibt dann ist das unglaublich nervig da die meisten sich zu gekünstelt anfühlen. Es fehlte immer der letzte Funke um diese neuen Charaktere auch für die breite Masse zugänglich zumachen.

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