Comic Review: The Witcher Bd. 4 (Panini Comics)

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Comic Review: The Witcher Bd. 4 (Panini Comics)
© Panini Comics

Manche wissen vielleicht, dass ich ein ziemlicher Fanboy der CD Project Red Spieleserie zum Hexer Geralt von Riva bin, die wiederum auf der Romanreihe des polnischen Autoren Andrzej Sapkowski basiert.

Kaum ein Spiel konnte mich in den vergangenen 20 Jahren so vereinnahmen, wie „The Witcher III: The Wild Hunt“, welches vor gut vier Jahren für alle größeren Plattformen erschien.

Der US-Verlag Dark Horse Comics bringt seit geraumer Zeit einige Comictitel sequentiell zu den Spielen auf den Markt, welche wiederum im Deutschen vom Stuttgarter Panini Comics Verlag veröffentlicht werden.

Nun erschien der mittlerweile vierte Band zur Serie, welche bisher und so auch jetzt mit jeder Geschichte ein für sich abgeschlossenes Kapitel aus dem Leben des charismatischen Hexers liefert.

Neu ist diesmal jedoch, dass nicht wie bei den ersten drei Bänden Autor Paul Tobin den Stift schwingt, sondern Aleksandra Motyka. Genau, die Aleksandra Motyka, die auch bereits als Autorin am eben erwähnten dritten Teil der Spiele-Saga beteiligt war sowie auch an der absolut herausragenden Erweiterung „Blood & Wine“. Visuell umgesetzt wird der Comic von Marianna Strychowsky.

© Panini Comics

Nach einem obligatorischen Monsterauftrag reitet Geralt von Riva leicht verwundet nach Novigrad zurück. Wenn der erfahrene Hexer eine Wunde davongetragen hat, kann es sich nur um ein außergewöhnliches gegnerisches Viech gehandelt haben und der opulente Tschort-Schädel an seinem Pferd scheint der Annahme auch gerecht zu werden.

In Novigrad angekommen, lernt der Hexer abermals die unendliche Gastfreundschaft der Menschen gegenüber seiner Zunft kennen und kommt nicht einmal dazu ein paar Heilkräuter für seine Wunden zu kaufen, ohne verflucht und verteufelt zu werden. Hexer sind bekanntermaßen nicht sonderlich beliebt in der Welt, auch wenn sie allzu oft denen, die für sie nur Hass und Abscheu übrig haben, das Leben retten.

Doch der Schmarn in den stinkenden Gassen der nördlichen Metropole hält nicht lange an, denn Geralt begegnet einem alten Freund, der umgehend eine Bitte an den talentierten Hexer hat, welche natürlich prompt zu einem Auftrag führt, der schnell umgesetzt werden muss. Geralt ahnt jedoch noch nicht, dass es nicht bei einem einzelnen nächtlichen Einsatz bleiben wird.

© Panini Comics

Während sich die drei vorangegangenen Bände aus der Feder von Paul Tobin noch bemühten, weitestgehend einen Spagat zwischen Romanvorlage und Spieleadaption zu liefern, um so auch beiden Zielgruppen Gefallen entlocken zu können, macht Aleksandra Motyka mit ihrer abgeschlossenen Mini-Serie keinerlei Hel daraus, dass sie als Autorin am Videospielerfolg beteiligt war und platziert die Story direkt im Universum der Games.

Von Fleisch & Flammen“ handelt nach dem Hauptspiel und auch den beiden Add-ons „Hearts of Stone“ und „Blood & Wine“, wodurch deutlich wird, dass man im Idealfall diese auch gespielt haben sollte, um sich anhand des Comics nicht zu spoilern, denn die hier vorliegende Geschichte greift gewisse Aspekte der Erweiterungen unmittelbar auf und spinnt die Handlung dahingehend fort. Zumindest „Hearts of Stone“ sollte man bereits kennen.

Eine bemerkenswerte Stärke die dem Comic so zuteil wird, denn für Fans der Spiele wirkt die gesamte Geschichte wie eine Erweiterung der bisherigen Erzählungen, lediglich in einem anderen Medium. Das Hexer-Feeling ist unmittelbar vorhanden, die Stimmen zu Figuren wie Geralt, Yennefer oder auch Rittersporn umgehend im Ohr und man darf sich dem Genuss einer weiteren opulenten Side-Quest des Hexers hingeben.

Marianna Strychowskys Zeichnungen versuchen die Atmosphäre der Welt ebenfalls einzufangen, doch gelingt dies aufgrund der glatten Kolorierung nicht immer. Hier hätte ein etwas düsterer, dreckigerer Ton sicher effektiver funktioniert. Doch dies stört nur geringfügig.

The Witcher: Von Fleisch & Flammen“ richtet sich spürbar an Fans der Videospiele und ergänzt die tolle Welt auf wunderbare Weise. Wochenend-Hexer dürfen also bedenkenlos zugreifen.

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