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Comic Review: Batman - Das Goldene Kind (Panini Comics)

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Comic Review: Batman - Das Goldene Kind (Panini Comics)
© Rafael Grampá | Panini Comics

Comic-Autor Frank Miller kehrt abermals zurück in sein legendäres „The Dark Knight Returns“ Universum und erweitert den Mythos seiner Erzählung mit dem One-Shot „Batman: Das Goldene Kind“ für DCs „Black Label“ Line, welches nun von Panini Comics im stattlichen Albumformat erstmals in deutscher Übersetzung vorgelegt wurde.

Wie bereits zuletzt konzentrierte sich Miller auch hier vor allem als Autor auf die Story und gab den Zeichnstift an einen Kollegen ab, den er mit keinem Geringeren als Ausnahmetalent Rafael Grampá sehr weise gewählt hat.

Für die Kolorierung wurde zudem die mehr als erfahrene Jordie Bellaire verpflichtet, die wir zuletzt vor allem an Tom Kings „Batman“ oder auch „Catwoman“ gesehen haben.


© Rafael Grampá | Panini Comics

Lara und John - die Kinder von Superman und Wonder Woman - haben ihre eigene Sicht auf die Welt und auf die Menschen. So ist es Lara, die im Menschen schon beinahe eine minderwertige Lebensform sieht, welche nur damit beschäftigt ist, sich selbst zu zerstören, während John mehr nach seinem Vater kommt und das Thema etwas nüchterner betrachtet.

Doch allzu viel Zeit sich in philosophischen Gedanken treiben zu lassen haben sie nicht, denn der Joker hat sich mit dem mörderischen Darkseid verbündet, was Lara und John wiederum dazu zwingt sich mit Bruce Waynes Erbin Carrie Kelly zu arrangieren, die mittlerweile das Cape des Dunklen Ritters trägt.

Oh man... dafuq did I just read? Welch Banalität hat den einst so hochgelobten Autoren hier geritten, dass er solch eine nichtssagende Geschichte auf seine Leserschaft loslässt?

So wirklich viel erzählen kann Miller leider nicht, denn abgesehen von einigen Kokettierungen mit aktuellen realpolitischen Themen - wie der potentiellen Wiederwahl des US-Präsidenten Donald Trump und damit einhergehenden gesellschaftlichen Unruhen oder auch einem gewissen Greta Thunberg Vibe, den ich in der Form bei Miller nicht erwartet hätte - begrenzt sich der gesamte Handlungsbogen auf eine kurzweilige Auseinandersetzung der verbliebenen Helden mit dem Joker und Darkseid, welche sich weitestgehend schnell gegessen hat.

Optisch zwar herausragend inszeniert, liefert die Geschichte nahezu keinen Mehrwert und dürfte bei manchen Leser*innen allzu schnell vergessen sein.

Das Artwork von Rafael Grampá und Jordie Bellaire ist dabei jedoch so gut, dass sich geneigte Batman-Fans dennoch einmal daran versuchen sollten, denn allein aufgrund der Zeichnungen habe ich dann doch einige Zeit an dem Comic verbringen können.

Batman: Das Goldene Kind

6

6.0/10

Comic-Info

  • Verlag: Panini Comics
  • Format: Album (Hardcover)
  • Vö-Datum: 14.07.2020
  • Seitenzahl: 60
  • Autor:in: Frank Miller
  • Zeichner:in: Rafael Grampá
  • Übersetzung: Carolin Hidalgo
  • Preis: 15,00 €
  • Bilder: DC Comics / Panini Comics
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Frank
Frank
8. September 2020 20:44

Ja, die Zeichnungen sind wirklich Klasse, aber auch wenn die Story von Frank Miller stammt, bleibt sie wirr und man weiß nicht recht, was er eigentlich will. ich denke, das kann der Gute besser.