Comic Review: Something is killing the Children Bd. 1 (Splitter Verlag)

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Comic Review: Something is killing the Children Bd. 1 (Splitter Verlag)
© BOOM! Studios | Splitter Verlag

US-Comicautor James Tynion IV hat momentan scheinbar das goldene Los gezogen. Nicht nur verdingt er sich mittlerweile als hauptamtlicher Autor der monatlichen „Batman“ Serie für DC Comics - eine Stelle, die seit Jahren nur mit hochkarätigen Autoren besetzt wurde - er liefert auch einige der aktuell interessanteren Indie-Comicserien, wovon nun die wohl interessanteste auch in deutscher Übersetzung vorgelegt wurde.

Mit „Something is killing the Children“ arbeitet sich Tynion IV wie sein Freund und Mentor Scott Snyder (u.a. „Wytches“) in das Horror-Suspense-Genre ein und hat sich dafür Zeichner Werther Dell’edera (u.a. „Loveless“) sowie Kolorist Miquel Muerto zur Seite geholt.

In den Staaten wird der Comic seit September 2019 über BOOM! Studios veröffentlicht. Für die deutschen Publikationsrechte hatte sich der Bielefelder Splitter Verlag stark gemacht und legte nun den ersten schicken Hardcover-Band der Reihe vor, welcher uns analog zum US-Paperback die ersten fünf Ausgaben der Serie liefert.

Art: Werther Dell’edera © Splitter Verlag

Archer’s Peak ist einer dieser vielen Orte in Amerika, in die man sich sonst wohl eher nur auf der Durchreise verirren würde. Doch eines Tages beginnen die Kinder der unscheinbaren Gemeinde spurlos zu verschwinden, bis irgendwann nur noch vereinzelte, zerfetzte Überreste auftauchen.

Als ein überlebender Junge von Monstern im Wald berichtet, wird ihm nicht nur kein Glauben geschenkt, er wird vielmehr wie ein Ausgestoßener behandelt, an dem irgendwas faul zu sein scheint. Das ändert sich schnell, als die geheimnisvolle Erica Slaughter in die Stadt kommt, um sich dem Monsterproblem anzunehmen und das Kindersterben endlich zu beenden.

Something is killing the Children“ hat für einen Horror-Comic dieser Art ein ungewöhnlich ruhiges Pacing, was dem Charakteraufbau ausgesprochen gut tut.

Nicht nur kokettiert der Comic mit dem geheimnisvollen Unbekannten und einer wohldosierten Teenager-Dramatik, er erzählt auch von einer übergeordneten Welt der für normale Menschen nicht sichtbaren Monster und einer mysteriösen Gemeinschaft, die diese zu bekämpfen scheint.

Mit Erica Slaughter liefern Tynion IV und Co. eine Protagonisten, die nur im Anschein einen Hauch von „Buffy the Vampire Slayer“ mit sich bringt, jedoch bisher nicht als Heldenfigur funktioniert oder besser gesagt funktionieren soll und vor allem will.

Abseits des Verschwindens der Kinder macht vor allem die Protagonisten und ihre persönliche Geschichte das große Interesse am Comic aus, was zum Ende des Bandes den perfekten Cliffhanger für das Warten auf die Fortsetzung liefert.

Gut geschrieben und toll gezeichnet liefert der erste Band von „Something is killing the Children“ einen starken Auftakt einer frischen und gelungenen Horror-Serie, die das Potential hat, richtig groß zu werden. Drücken wir die Daumen, dass sie es auch wird.

8/10

Something is killing the Children Bd. 1

  • Format: Hardcover
  • Vö-Datum: 23.10.2020
  • Seitenzahl: 144
  • Inhalt: US Once & Future #1-6
  • Autor*in: James Tynion IV
  • Zeichner*in: Werther Dell’edera
  • Übersetzung: Katrin Aust
  • Preis: 19,80 €

Leseprobe zu „Something is killing the Children“ bei IZNEO:

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