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Comic Review: Green Lantern Bd. 4 (Panini Comics)

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Comic Review: Green Lantern Bd. 4 (Panini Comics)
Art: Liam Sharp © Panini Comics

Mit dem vorletzten Band der aktuellen „Green Lantern“ Reihe legte Panini Comics vor einigen Wochen die ersten 6 Kapitel der US-Serie „The Green Lantern Season Two“ aus der Feder von Grant Morrison, Liam Sharp und Steve Oliff vor.

Zur chronologischen Einordung sei noch einmal gesagt, dass die ersten beiden Panini Paperbacks die erste Volume der „The Green Lantern“ Arbeit des besagten Kreativteams beinhaltete, wobei der zuletzt erschienene dritte Sammelband die als Bridge zwischen beiden Staffeln fungierende Mini-Serie „The Green Lantern: Blackstars“ beinhaltete, welche Morrison zusammen mit Xermanico realisierte.

Nun haben wir also noch 12 Ausgaben vor uns, bis Morrison ihre vorerst finale Arbeit an DC Comics geliefert haben. Und die ersten 6 Kapitel davon liegen nun in deutscher Übersetzung vor. Gelettert wurde im Deutschen abermals von Walproject.

Art: Liam Sharp & Steve Oliff, Lettering: Tom Orzechowski © DC Comics

Die Wächter des Universums tragen Sorge, dass sie nicht auf ewig geistige Beschützer des Universum sein können und wollen daher das schwere Erbe an ihre offiziellen Nachfolgern abgeben. Doch die neue Generation von Wächtern sieht so einiges anders, als ihre Vorfahren und schicken Hal Jordan genau an den Ort, auf den er eigentlich keine Lust mehr hatte: die Erde.

Dort angekommen, macht er Jagd auf einen skrupellosen Mörder und muss sich letztendlich auch der eigenen Vergangenheit stellen, bei der ihm auch die Freunde der Justice League zur Seite stehen.

Morrisons episodenartig erzähltes Abenteuer lässt Köpfe explodieren und Leser*innen immer wieder zurückblättern, denn einfache Kost ist „The Green Lantern“ auch mit der zweiten Staffel nicht.

Dafür sprengen Morrison abermals den klassischen Erzählkanon seiner aktuell aktiven Kolleg*innen und liefert groteske wie gleichermaßen fantastische Plot-Elemente, die an einem zarten Faden durch die vertrackte Handlung führen.

So arbeiten sich Morrison an psychedelischen Silver Age Science Fiction ab und liefern vielerlei Easter-Eggs, die man selbst nur mit Mühe kaum fassen kann. Dafür ist das Background-Wissen der Autoren einfach zu groß.

Dennoch macht der Comic Spaß und zeichnet sich vor allem durch das tolle und vielseitige Artwork Liam Sharps ab, welcher gekonnt zwischen den bekannten Superheldenmalerein und klassischen Kirby-Dot-Interpretationen variiert.

Ein Comic, der so anstrengend wie unterhaltsam ist. Eine tolle Abwechslung, aber nichts für Zwischendurch.

8/10

Green Lantern Bd. 4

  • Format: Softcover
  • Vö-Datum: 09.02.2021
  • Seitenzahl: 172
  • Inhalt: US Green Lantern Season Two (2020) #1-6
  • Autor*in: Grant Morrison
  • Zeichner*in: Liam Sharp & Steve Oliff
  • Lettering (deutsch): Walproject
  • Übersetzung: Christian Heiss
  • Preis: 18,00 €

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Teclis
Teclis
16. Mai 2021 19:26

Die Ideen von Morrison sind wahnsinn. Aber es kommt einem alles so abgehoben und iwie out-of-continuity vor. Hier ist einfach alles so anders als in den Green Lantern Runs zuvor. Anstrengend trifft es. Macht aber wirklich Spaß. Kann aber auch verstehen wenn nicht jeder was mit dem Run anfangen kann.