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Zuletzt gelesen: Geiger 1, Luther Strode, Crossover 1, Batman: Equilibrium, DECORUM, The Me You Love in the Dark

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Zuletzt gelesen: Geiger 1, Luther Strode, Crossover 1, Batman: Equilibrium, DECORUM, The Me You Love in the Dark
"Luther Strode" © Cross Cult

Meine gelesenen Titel der letzten Wochen im Überblick:

Batman: Equilibrium - Panini Comics

© Panini Comics

Tom Taylor und Andy Kubert an einer abgeschlossenen Batman Story. Kann da viel schief gehen? Vermutlich nicht. Der Comic, welcher in den Staaten ursprünglich als „Batman: The Detective“ veröffentlicht wurde, erschien vor einigen Wochen als abgeschlossener Band „Batman: Equilibrium“ bei Panini Comics.

Batman ist in die Jahre gekommen und wird mit den Taten seiner Vergangenheit konfrontiert. Die Spur führt nach Europa, wo er einer mysteriösen Geheimorganisation auf die Schliche kommt, deren Mitglieder als Batman verkleidet Attentate verüben. Interessant an der Geschichte sind jedoch nicht nur die Täter, sondern vor allem die für sich sprechende Auswahl der Opfer.

Konzeptionell wirkt die Story ein wenig wie eine Auskopplung aus Frank Millers „The Dark Knight“ Universum, hat doch Andy Kubert das Design seines Batman stark an seine Arbeit aus „The Dark Knight III“ angelehnt. Darüber hinaus gibt es jedoch keine nennenswerten Bezüge, und das ist auch gut so, denn der Comic funktioniert für allein ausgesprochen gut.

Eine solide bis gute Tom Taylor Story in großartigen Bildern von Andy Kubert, koloriert von Brad Anderson. Empfehlung.

Format: Softcover | Vö-Datum: 26.04.2022 | Seitenzahl: 164 | Preis: 19,00 € | Comic beim Verlag | Digital bei IZNEO


Crossover Bd. 1 - Splitter Verlag

© Splitter Verlag

Meine Liebe zu „Crossover“ hatte ich in den vergangenen Monaten bereits immer mal wieder im POW Podcast kundgetan und ich bin heilfroh, dass der Comic nun endlich auch in deutscher Übersetzung vorliegt.

Der Splitter Verlag hat mit „Kinder lieben Ketten“ den ersten Story Arc der Reihe aus der Feder von US-Autor Donny Cates und Zeichner Geoff Shaw in die Läden gebracht. Ich hatte es bereits erwähnt: dies ist „lediglich“ ein Auftakt, für all den kreativen Wahnsinn, zu dem Cates und Shaw in der Lage sind. Und das meine ich durchweg positiv.

Die Welten der Comicfiguren kollidieren mit unserer Realität und plötzlich müssen wir uns mit der Existenz dieser von uns doch so geliebten Charaktere auseinandersetzen. Doch treibt ein Mörder sein Unwesen, der es ausgerechnet auf namhafte Comicautoren abgesehen hat.

Großartig gezeichnet, toll und gleichermaßen verrückt erzählt, unterhält „Crossover“ von der ersten bis zur letzten Seite. Für mich aktuell ein strahlendes Highlight am US-Comic-Himmel.

Format: Hardcover | Vö-Datum: 27.07.2022 | Seitenzahl: 176 | Preis: 25,00 € | Comic beim Verlag | Digital bei IZNEO

Wer noch etwas Bildmaterial zur Einschätzung möchte, kann sich meine Video-Besprechung zum Comic für den ComicTalk ansehen:

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Luther Strode - Cross Cult

© Cross Cult

Auch über „Luther Strode“ bin ich selbst erst in einer unsere Folgen zum POW Podcast gestolpert, als Mattes mir die Reihe zwingend ans Herz legte, da ich Donny Cates’ und Tradd Moores „Silver Surfer: Black“ überaus gefeiert hatte.

Und so las ich die gesamte Reihe noch lange vor der Ankündigung zur deutschen Veröffentlichung bei Cross Cult, war - wie zu erwarten - vollkommen hin und weg und konnte die darauffolgende Meldung, dass die Ludwigsburger die Reihe in einem abgeschlossenen Band nach Deutschland holen würden, vor Glück kaum fassen.

Was ein langer Satz.

Nun liegen die gesamten „Luther Strode“ Tales in einem über 500 Seiten starken Band erstmals in deutscher Übersetzung vor und was soll ich sagen? Schlicht, dass das, was Autor Justin Jordan und Zeichner Tradd Moore hier zu Papier bringen, einem Feuerwerk der trashigsten Nerdgefühle gleicht. Eine Story, die auf eine Serviette passt, spaßig wie auch dramatisch erzählt, in Bildern, die man gesehen haben muss, um es zu glauben.

John Wick trifft auf Dragon Ball, dazu eine gehörige Packung Testosteron, Blut, Gore und möglicherweise auch Kokain sowie eine ganze Menge Atempausen, die man beim Lesen braucht. Obwohl, falsche Wortwahl. Diesen Comic liest man nicht, man erlebt ihn.

Luther Strode“ ist das Paradebeispiel eines US-Indie-Comics, die uns normalerweise in Deutschland verwehrt bleiben. Zwingende Kaufempfehlung!

Format: Hardcover | Vö-Datum: 13.06.2022 | Seitenzahl: 544 | Preis: 40,00 € | Comic beim Verlag | Digital bei IZNEO


The Me You Love in the Dark – Splitter Verlag

© Splitter Verlag

Ebenfalls beim Splitter Verlag erschien im vergangenen Monat die abgeschlossene Mini-Serie „The Me You Love in the Dark“, aus der Feder von Skottie Young (hier als Autor) sowie Zeichner Jorge Corona.

Im US-Original bei Image Comics erschienen, dreht sich der Titel um die Malerin Ro Meadows, die in ein altes Haus auf dem Land zieht, um sich ganz ihrer Kunst zu widmen. Nach einem großen Erfolg verspürt sie einen kreativen Leerlauf und benötigt dringend Inspiration und eine neue Location, um ihre Malerei wieder ausleben zu können. Doch lebt sie in diesem Haus nicht allein, etwas Übernatürliches teilt den Platz mit ihr. Und eine sehr eigenwillige Beziehung entwickelt sich.

Young und Corona liefern hier einen Comic, der vor allem von dem Miteinander der Figuren und den wahnsinnig tollen Zeichnungen lebt. Der Plot überkommt mit einer gewissen Vorhersehbarkeit, die sich zwar schnell einstellt, aber nicht abschreckt. Dafür ist der Comic zu gut verpackt.

The Me You Love in the Dark“ ist gewiss kein großer Wurf, aber eine lesenswerte Story und schlicht ein Fest für die Augen.

Format: Hardcover | Vö-Datum: 27.07.2022 | Seitenzahl: 128 | Preis: 24,00 € | Comic beim Verlag | Digital bei IZNEO


Geiger Bd. 1 - Cross Cult

© Cross Cult

Ja, uns Comicfans (und ganz besonders mir) erging es in den vergangenen Wochen überaus gut. Viele tolle US-Serien sind nach Deutschland gekommen. Viele überraschende Titel, aber auch viele No Brainer. „Geiger“ war gewiss letzteres. Der Comic hatte in den Staaten bereits mit der ersten Ankündigung einen Hype losgetreten, der viele Leser:innen regelrecht auf das erste Heft hinfiebern ließ.

Der erste Creator-Owned-Comic aus der Feder von DC-Star-Autor Geoff Johns, Zeichner Gary Frank und Kolorist Brad Anderson. Also das Kreativteam hinter Titeln wie „Doomsday Clock“ oder auch „DC: Rebirth“. Muss man kaum mehr zu sagen, oder?

Ein Atomkrieg pulverisierte die Planetenoberfläche. Mittlerweile haben Mad-Max-artige Outlaws das Sagen und kämpfen um ihre Territorien. Wie sich das in einer Endzeit-Ödnis halt so gehört. Doch abseits all dessen lebt Geiger, ein Mann mit atomaren Fähigkeiten und einem Gespür dafür, Probleme zu machen. Und bald zieht es ihn in Geschehnisse hinein, mit denen er eigentlich gar nichts zu tun haben wollte.

Endzeit-Action in bester „Fallout“ Manier, erzählt wie es nur ein Geoff Johns kann und bebildert von einem der wohl besten Künstler-Teams in der modernen Geschichte der Superheldencomics. Cross Cult hat dem Comic zudem noch ein übergroßes Hochformat spendiert, welches sich wahrlich sehen lassen kann. Bei der Aufmachung und den 170 Seien Umfang wirken die 25,00 Euro Coverpreis fast schon geschenkt.

Ich liebte jedes Heft, jedes Kapitel dieses Comics. Zwingende Kaufempfehlung!

Format: Hardcover | Vö-Datum: 11.08.2022 | Seitenzahl: 170 | Preis: 25,00 € | Comic beim Verlag | Digital bei IZNEO


DECORUM - Cross Cult

© Cross Cult

Ich weiß, dieser Beitrag ersäuft schon Superlativen. Doch ich will euch ja vermitteln, was ich in den letzten Wochen gelesen habe und was mich davon begeistert hat. Mit dem letzten großen Brecher an Veröffentlichung will ich da keine Ausnahme machen: „DECORUM“ von Marvel Mastermind Jonathan Hickman und Zeichner Mike Huddleston.

Für diese von vielen Seiten geforderte und regelrecht erbettelte Veröffentlichung hat sich Cross Cult nicht lumpen lassen und den abgeschlossenen Comic in einem hochformatigen Hardcover, samt Schutzumschlag geliefert. Und das für unter 50,00 Euro Coverpreis. Chapeau!

Eine Profilkiller-Gilde in einem interstellaren Korsett. Das Sci-Fi-Epos liefert nicht nur eine einmalig präsentierte Geschichte über eine junge Frau, mit Durst nach Rache, die sich zur ungemein effektiven Killerin ausbilden lässt, sondern vor allem das wohl spannendste Artwork, das ich in den letzten Monaten in einem Comic genießen durfte. Eigenwillig, kreativ, beinahe hypnotisch verbinden die Macher ihre Geschichte zu einem visuellen Überflieger, der den Leser:innen jegliche Aufmerksamkeit abverlangen dürfte. Und diese auch mehr als wert ist.

DECORUM“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass Comics nun mal ein durchweg visuelles Medium sind, in denen Dinge möglich gemacht werden, die wir so nie auf einer Leinwand oder einem TV-Bildschirm sehen werden. Ein atemberaubender Titel, der auf jedem Einkaufszettel stehen sollte.

Format: Hardcover (mit Schutzumschlag) | Vö-Datum: 11.05.2022 | Seitenzahl: 408 | Preis: 48,00 € | Comic beim Verlag | Digital bei IZNEO

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6 Kommentare
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John Schenzen
John Schenzen
22. August 2022 23:55

Es sollten doch weiter Comics im „GeigerUniverse“ gibt es da Informationen? Was und wann da etwas kommt?

Mike
Mike
18. August 2022 10:10

Crossover und Geiger waren unfassbar gut. Luther Strode setze ich gleich mal auf die Liste. Danke für den Beitrag! 🙂

Sascha
Sascha
17. August 2022 22:35

Auf „The Me You Love in the Dark“ hatte ich mich sehr gefreut. Unterm Strich bleiben tolle Zeichnungen, die Geschichte selbst hätte es als Kurzgeschichte getan. Reisst wahrlich keine Bäume aus.

Mirko
Mirko
17. August 2022 13:20

Kam Decorum tatsächlich im Schuber oder „nur“ mit Schutzumschlag?
Wunder mich gerade ob es 2 Versionen gab.