Anzeige

Review: Justice League #41 - garantiert infiziöse Comicunterhaltung - zumindest teilweise!

  • Beitrags-Autor:
(Copyright: Panini Comics)
Na, habt ihr’s entdeckt? Der Superman der aktuellen Justice League Ausgabe kommt euch nicht bekannt vor? Entnommen ist der gute Clark dem von Jason Fabok kreierten Cover zu US Justice League #39 - welches auch in diesem Heft zu finden ist - und welcher den schicken Promo-Banner zum großen DC Relaunch DC YOU ziert. Wie, das habt ihr nicht mitbekommen? Na dann 1-fix-3 hier nachgelesen!

Jetzt geht’s aber erst mal um die neuste Ausgabe der Justice League und dem Finale zum kurzen aber recht schmackhaften Vierteiler: Das Amazo-Virus.

JL #39 (Copyright: DC Comics)
So schnell wie die Story begann ist sie auch schon wieder vorbei. Vier Hefte umspannte der Arc und fasste sich damit unerwartet kurz, aber das machte ihn von Anfang an auch recht kompakt.
Das Ringen um den ominösen Patient Zero kommt nun zum Ende. Die Justice League oder besser gesagt, das was noch von ihr übrig ist bzw. nicht durch Amazo (halt, hab ich’s jetzt wirklich gesagt?) einverleibt wurde, setzt sich diesem entgegen und ja, Amazo fällt.
Wie ihr meinem letzten Satz entnehmen konntet, drehte sich der gesamte Plot nur darum den alten und neuen Erzfeind der League - Amazo - wieder ins Rennen zu schicken. Nebenbei wurde noch die angespannte Situation zwischen Superman und Lex Luthor ausgebaut sowie der klassische Superschurke Amos Fortune angeteased, den die Old School-Nerds unter uns noch aus den JLA-Storys der 60er kennen dürften.
Gelungen empfand ich die Interaktion zwischen Wonder Woman und Captain Cold. Diana fungierte hier gewissermaßen als moralische Instanz, die u.a. Superman davon abhielt, sein Misstrauen gegenüber Luthor gänzlich ins Unermessliche zu steigern und ihn außerdem dazu brachte sich auf’s Wesentliche zu konzentrieren, nämlich Menschen zu retten. Eine interessante Entwicklung und hoffentlich ein kleiner Steigbügel für den eisigen Captain. Ich will den Jungen einfach öfter sehen.
Erzähltechnisch liefert Geoff Johns hier gewiss keinen Klassiker, aber immerhin mehr als solide Superhelden-Unterhaltung. Das Highlight war jedoch das mich immer wieder begeisternde Artwork von Jason Fabok. Der Mann mausert sich so langsam zum etablierten Blockbuster-Zeichner. Man kann sich für cineastische Superhelden-Epen aktuell kaum einen versierteren Künstler wünschen, schließlich scheint er selbst unter Zeitdruck noch Bomast-Artworks abzuliefern. Das Cold-Superman-Amazo-Panel (siehe oben) könnte ich mir stundenlang ansehen.
New Suicide Squad #5 (Copyright: DC Comics)
In eine eher etwas andere Richtung geht dabei das Artwork von Tom Derenick, in der neusten Ausgabe der New Suicide Squad, welche wir gewohnt als Zweit-Story im Heft finden. Autor Sean Ryan bringt die Squad nach ihrem missglückten Russlandeinsatz nun nach China. Vorher gibt es jedoch einige Wechsel im Line-Up. Jokers Tochter sitzt in der Klapse, Deathstroke ist übergelaufen und Deadshot außer Gefecht. Also wird mal eben Captain Boomerang aka. George -Digger- Harkness ins Boot geholt. Dazu gesellt sich auch noch Reverse Flash und ein paar Man-Bats. Dafuq?
In China geht das Gemeuchel dann umgehend weiter... Köpfe rollen, Blut fließt, Menschen sterben. Das alles führt zu einem Cliffhanger den ich jetzt ernsthaft noch mal nachschlagen musste, da ich ihn keine 10 Minuten im Gedächtnis behalten konnte.
Also ein massives Kontrastprogramm zur ersten Hefthälfte. Wenn die Verfilmung der Squad auch nur halb so erfolgreich wird, wie man wahrscheinlich zurecht vermutet, sollte DC langsam etwas Potential in die Serie stecken, damit durch den Film animierte Neuleser das Comicgenre nicht umgehend wieder ad acta legen. Die Großgewachsnenen unter uns brauchen also keine Angst haben, hier ist noch viel Luft nach oben.

Eine starke erste Hefthälfte und eine schwache zweite. Machen saubere 2,5 Punkte und einen halben Fanboy zu Ehren Jason Fabok’s oben drauf!

Eine Leseprobe gibt es hier.

Bewertung:

Titel: Justice League #41
Verlag: Panini Comics 
Format: Heft
Vö-Datum: 27.10.2015
Originalausgaben: US Justice League #39 & US
New Suicide Squad #5

Seitenzahl: 52
Sprache: Deutsch
Autor: Geoff Johns & Sean Ryan
Zeichner: Jason Fabok & Tom Derenick
Preis: 4,99 €

guest
2 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Anonym
Anonym
30. Oktober 2015 10:31

Mir gefällt die Justice League voll gut aber Suicide Squad überhaupt nicht!!! Warum kann man da nicht eine passendere Serie mit reinpacken?

Emanuel Brauer
30. Oktober 2015 11:45

Welche Serie würdest du dir denn wünschen? 🙂