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Comic Review: Lazarus Bd. 04 - Gift (Splitter Verlag)

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Comic Review: Lazarus Bd. 04 - Gift (Splitter Verlag)

Comic Review: Lazarus Bd. 04 - Gift (Splitter Verlag)

Ich hoffe wirklich, ihr seid aktuell bei Greg RuckasLazarus“ am Ball. Zusammen mit dem Meister der Lakonie Michael Lark entwickelt er nämlich aktuell eine der besten Image Comics Serien überhaupt. Zumindest wenn man auf wunderbar fiese, dystopische Zukunftsversionen, samt familiärer Ränkespielchen à la „Game Of Thrones“ steht. Na? Nun arbeiten die Gehirnzellen, nicht wahr?
Mit dem vierten Streich der Serie, die aktuell in wirklich wunderbar gestalteten Hardcover-Bänden beim Splitter Verlag veröffentlicht wird, beginnt quasi ein neuer Handlungsbogen, nachdem wir zuletzt noch durch einen äußerst gemeinen Cliffhanger gezwungen waren, vorerst Klimmzüge am Kalender zu machen. Doch nun geht’s endlich weiter...

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Die Konklave ist gescheitert. So versuchten die beiden Familien Carlyle und Hock im letzten Band noch bei einem großen, gemeinsamen Klantreffen die angestauten Streitigkeiten zu beseitigen, wobei sich herausstellen musste, dass der Kopf der Hocks eigentlich ganz andere Pläne hatte, welche damit endeten, dass Forevers Vater Malcolm Carlyle einem Giftanschlag zum Opfer fiel, der ihn bis zu den aktuellen Geschehnissen komatös ans Bett fesselt.
Seit dieser Katastrophe übernimmt Sohnemann Stephen das Familiengeschäft eher schlecht als recht und muss sich mit den anderen verbündeten Familien rumschlagen, die, nun im Krieg mit den Hocks, selbstverständlich den von Vater Carlyle versprochenen Schutz einfordern. In Duluth liefern sich die militärischen Truppen der Hocks und Carlyles unerbittliche Schlachten und Häuserkämpfe, wobei Hocks Kräfte so langsam die Oberhand gewinnen. Strategisch gesehen sei die Region aber extrem wichtig für die Familie Carlyle, weshalb Stephen, Macht seiner Unsicherheit, seine Schwester Forever, den Lazarus der Familie Carlyle, direkt ins Krisengebiet schickt, um die Boden-Luft-Raketenbasis der Hocks anzugreifen.

Autor Greg Rucka und Zeichner Michael Lark ändern im neusten Kapitel der Saga um Forever Carlyle erstmals den Ton der Geschichte, indem sie zeigen, dass sie auch spannungsgeladene Action transportieren können. Und das gelingt wenig überraschend ausgesprochen gut. Das militär-strategische Gerangel im verschneiten Duluth ist eine regelrecht bodenständige Abwechslung zur Soap-Opera-Komplexität des großen Handlungsstrangs der ersten drei Bände, wobei hier mit simpler aber dafür auch recht brachialer Gewalt gut unterhalten wird. Dennoch verliert Rucka nicht den ursprünglich angesetzten Fokus aus den Augen und erzählt nebenbei weiter von der Entwicklung des großen Carlyle Patriarchen sowie der intriganten Familienmitglieder. Der kurzweilige Richtungswechsel tut der Serie recht gut und liefert genügend Grundstein für die fortlaufende Entwicklung der Story... und somit bleibt Lazarus auch mit der vierten Ausgabe eine zwingende Empfehlung für spannende, amerikanische Blockbuster-Comic-Literatur. Pflichtkauf!

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4,5-Sterne

Titel: Lazarus Bd. 04 Gift
Verlag: Splitter Verlag
Format: Hardcover
Vö-Datum: 01.11.2016
Originalausgaben: US Lazarus #16-21
Seitenzahl: 176
Autor: Greg Rucka
Zeichner: Michael Lark
Preis: 22,80 €

(Picture Copyright: Splitter Verlag / Image Comics)

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