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Comic Review: Conan, der Barbar Bd. 1 (Panini Comics)

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Comic Review: Conan, der Barbar Bd. 1 (Panini Comics)
© Marvel

Bei Crom... er ist zurück! Conan ist wieder bei Marvel angekommen und Panini Comics hat sich der großen Veröffentlichungswelle der marvelianischen „Conan“ Comics verschrieben, weshalb wir in den kommenden Monaten mit reichlich neuem Material beworfen werden dürften.

Nachdem das „Haus der Ideen“ bereits in den wilden 70ern ihr buntes Treiben mit dem cimmerischen Barbaren hatten, wanderten die Verwertungsrechte für Conan Comicpublikationen im Jahr 2003 an den US-Verlag Dark Horse Comics und verblieben dort für gute 15 mehr oder weniger erfolgreiche Jahre.

Anfang 2018 holten sich Marvel die Rechte folglich zurück und kündigten ein großes, frisches Portfolio an neuen „Conan, the Barbarian“ Comics an, an dessen Flaggschiff kein Geringerer als Star-Autor Jason Aaron gesetzt wurde, der in den vergangenen Jahren vor allem Marvels „Star Wars“ Segment sowie auch „Thor“ dominierte.

Nun steht der erste Sammelband zur neuen Hauptserie in deutscher Übersetzung in den Regalen und wartet darauf von euch gekauft zu werden... und bei Crom, das solltet ihr!

© Panini Comics

Der Cimmerier Conan gilt als so gnadenlos wie vielseitig und hat in seinem langen und facettenreichen Leben gewiss viele Tätigkeiten bestritten. Als Krieger, Plünderer, Dieb oder Pirat: Conan erobert die Welt mit jedem Tag ein Stückchen mehr und konnte sich auf seinen Wegen selten Freunde machen.

Doch ein Ereignis seiner frühen Vergangenheit brannte sich wie ein schwarzes Mal in seine Seele und soll ihn im hohen Alter als ergrauter König und geschliffener Held endgültig einholen. Eine Rechnung die bezahlt werden will und ein alter Geist, der keine Ruhe findet, bevor Conan seinen für ihn bestimmten Zweck erfüllt hat.

Doch Conan ist nun mal Conan und bisher hatte er sich noch jeder List erwähren können. Wird ihn die Welt der schwarzen Magie und Flüche so einfach in Frieden lassen, oder steht dem erhabenen Barbaren vielleicht der Kampf seines Lebens bevor, der sein Ende ein für alle Mal besiegeln könnte?

© Panini Comics

Jason Aaron zeigt sich aus genau zwei Gründen perfekt geeignet als Autor dieser Serie: zum einen ist er ein sensationell guter Geschichtenerzähler, wenn man ihm weitestgehend frei Hand lässt. Und zum anderen ist er vermutlich der größte Conan Fan, der je für Marvel tätig war.

Aaron wuchs nach eigenen Angaben mit den Geschichten von Robert E. Howard auf. Deren Abenteuergeist prägten den aus Alabama stammenden Autoren bereits in frühen Jahren und begleiteten den aufstrebenden Autor beinahe ebenso lang.

Schon in seinen früheren Arbeiten zu „Thor: God of Thunder“ konnte man viele Anleihen von Howards Erzählungen finden. Nun, bei der Originalfigur angekommen, erinnern so manche Passagen und Momente wiederum an seinen „Thor“.

Aaron verpasst der augenscheinlich in die Jahre gekommenen Figur einen neuen Schliff und bettet sie in ebenfalls neue Geschichten ein, ohne dabei klassische Anlehnungen an bspw. Bêlit oder die Auseinandersetzungen mit den Pikten außer Acht zu lassen.

Das verschafft der Erzählung einen durchaus frischen Geist und fühlt sich dennoch mit jedem Panel nach einer Conan Geschichte an. Aarons bärbeißiger Protagonist bewegt sich regelrecht nihilistisch durch die brutalen Areale und Epochen seiner Welt und wird dabei dennoch von etwas urwüchsigem angetrieben, welches Conan mit einem dunklen Mysterium ausfüllt.

Der österreichische Zeichner Mahmud Asrar legt mit jeder Seite ein neues, morbides Feuerwerk vor das von martialischen Geburten auf dem Schlachtfeld über erhabene Thronbesteigungen reicht. Wiederum ebenfalls toll eingefangen von Kolorist Matthew Wilson.

Ein großartiger Auftakt einer starken neuen Conan Serie, die binnen wenigen Seiten mit enormer Sogwirkung an den Leser herantritt. Für mich ganz klar eine von Marvels aktuell besten Serien!

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4 Kommentare
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Hurga
Hurga
24. September 2019 12:15

Nur noch eine kurze Frage: Wie groß ist das Format?
Die Englische ist ein Taschenbuch? Oder A4/Letter?

Hurga
Hurga
24. September 2019 12:11

Hi und Danke für den Test. Was mich massiv stört, sind die Doppel-SS-Rechtschreibfehler, wo Scharfes-ß stehen müsste. Das kann ich nicht lesen, aber ok....geniale Aufmachung und sicherlich vielseitige Geschicht(-n). Und wegen der eher schlechten Übersetzung greife ich zum Original, was ich aber eh meistens tue.