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Comic Review: Sharkey the Bounty Hunter (Panini Comics)

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Comic Review: Sharkey the Bounty Hunter (Panini Comics)
© Image Comics

Comic-Instanz Mark Millar meldet sich im mittlerweile fast monatlichen Rhythmus zurück, um eine neue, eigenständige Comic-Story unter die Leute zu bringen.

Seine für Netflix / Image Comics produzierte Comicreihe „Sharkey the Bounty Hunter“ wurde nun unter eben jenem Titel über Panini Comics in einem abgeschlossenen Paperback veröffentlicht.

Für die abgedrehte Geschichte holte sich der Autor diesmal keinen Geringeren Zeichner als Simone Bianchi zur Seite, um die Geschichte rund um den dreisten Space-Helden adäquat zu Papier zu bringen.

Der blauhäutige Sharkey ist ein kosmische Kopfgeldjäger, der in einem fliegenden Eiswagen durch die Galaxis reist, um unliebsame Aufträge für schmales Geld zu erledigen.


© Image Comics

Als ehemaliger Soldat versteht er sein Handwerk und kann nicht nur mit frechem Mundwerk, sondern auch mit einem treffsicheren Vorgehen und gewitztem Verstand Aufträge meist mit Erfolg abschließen.

So muss das auch sein, denn Sharkey benötigt nebenbei auch genügend Zeit für die Damenwelt und allem anderen, was das Leben eines intergalaktischen Lebemanns so lebenswert macht.

Doch eines Tages bringt ihn ein Auftrag in die Situation den Waisenjungen Extra-Billy aufzunehmen. Genau in dem Moment, als er der gefährlichsten Terroristin des gesamten Universums auf die Schliche gekommen ist, bei deren Gefangennahme ein exorbitantes Kopfgeld mit sich bringt. Doch wer wenn nicht Sharkey könnte damit zurechtkommen?


© Image Comics

So langsam aber sicher scheint Mr. Millar die Luft auszugehen, denn mit „Sharkey the Bounty Hunter“ liefert er eine der schwächsten Arbeiten seiner bisher sehr erfolgreichen Karriere ab.

Bereits mit kürzlich erschienenen Titeln wie „Prodigy“ oder auch „The Magic Order“ blieb Millar seinem Können nicht wirklich treu und arbeitete sich eher an generischen, popkulturellen Fließband-Anlehnungen ab, die zu viel Energie darauf verschwendeten, Leser*innen zu triggern, als wirklich eine passable Geschichte zu erzählen.

Mit „Sharkey the Bounty Hunter“ gelingt ihm nicht mal das, denn der schmalbrüstige Lobo-Rip-off Sharkey funktioniert weder als interessanter Charakter noch als Eckpfeiler für eine spannende Geschichte.

Die Handlung ergießt sich in vorhersehbaren Belanglosigkeiten, liefert kaum nennenswert interessante Figuren und wurde vom Grundkonzept her in jedem drittklassigen Heist-Movie schon mal besser erzählt.

Simone Bianchis Artwork kann und muss man mögen, um es zu genießen. Wenn dem so ist, kann einem diese Story tatsächlich noch einen gewissen Mehrwert liefern. Dem erzählerischen Talent eines Mark Millar wird dieser Comic jedoch nicht gerecht und muss sich daher - zumindest für mich - leider als Fehlschlag verbuchen lassen.

Sharkey the Bounty Hunter: Krawall im All

4

Bewertung:

4.0/10

Comic-Info

  • Verlag: Panini Comics
  • Format: Softcover
  • Vö-Datum: 24.03.2020
  • Seitenzahl: 172
  • Autor: Mark Millar
  • Zeichner: Simone Bianchi
  • Übersetzung: Bernd Kronsbein
  • Preis: 20,00 €
  • Bilder: Panini / Image Comics

Leseprobe:


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Ralf
Ralf
25. Juni 2020 19:04

Das Comic war leider totale Geldverschwendung. Kann deinen Unmut total verstehen!

Sebastian
Sebastian
22. Juni 2020 18:47

Prodigy hat mich mindestens genauso unterhalten wie Shatkey... nämlich garnicht. Bei Magic Order muss ich intervenieren. Den Band fand ich wirklich gut gelungen. Hat spass gemacht und den Twist am Ende konnte man nur toll finden.

Frank Klein
Frank Klein
19. Juni 2020 11:23

Was soll man sagen, besser kann man diesen „Comic“ nicht beschreiben, uninteressante, vorhersehbare Geschichte, die wirklich kein Klischee auslässt, hat man alles schon mal -deutlich besser - gelesen, wirklich rausgeschmissenes Geld, habe mich selten so geärgert.