Comic Review: Der Tod der Inhumans (Panini Comics)

Comic Review: Der Tod der Inhumans (Panini Comics)
© Panini Comics

Von Marvels Inhumans hat man in der vergangenen Zeit bei Panini Comics verhältnismäßig recht wenig gesehen, denn auch in den Staaten wurde es nach dem „Civil War II“ Event aus der Feder von Brian Michael Bendis mit wenigen Ausnahmen recht ruhig um die Kree Schöpfung.

Der aktuell zum Top-Autoren aufgebaute Donny Cates widmete den Mädels und Jungs rund um Medusa, Black Bolt und Karnak jedoch eine eigene Mini-Serie, die im verheißungsvollen Namen auch gleich einmal den Tod der Spezies ankündigte.

Zusammen mit dem überaus talentierten Zeichner Ariel Olivetti und der nicht minder talentierten Koloristin Jordie Bellaire zimmerte Cates 5 Ausgaben zu einer abgeschlossenen Mini-Serie, welche Panini Comics nun in einem Sammelband vereint auf den Markt wirft.


© Panini Comics

Vor tausenden von Jahren erschuf die kriegerische Alienrasse der Kree die Inhumans aus damals die Erde bevölkernden Urzeitmenschen. Die noch junge menschliche Rasse sollte zu brauchbaren Soldaten umfunktioniert werden, um künftig im bitteren Krieg der Kree mit den Skrulls ihren Erschaffern zu dienen.

Doch die Inhumans wehrten sich und erlangen ihre Unabhängigkeit, um fortan auf der Erde weitestgehend in Frieden zu leben. Die heutigen Clans haben davon jedoch nicht sehr viel, denn Black Bolt, der König der Inhumans, zog sich mit seinem Volk auf den Mond zurück, wo sie ihre Zuflucht New Arctilan errichteten.

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Die Kree sind mittlerweile weit entfernt vom Stolz und der einstigen Erhabenheit ihrer einstigen Größe und befinden sich noch immer im Krieg. Nun wollen sie abermals die Inhumans rekrutieren und gedenken diese nicht zu fragen oder zu bitten, denn es soll den potentiellen Kriegern nur eine Wahl gelassen werden: macht mit oder sterbt!

Doch Inhumans haben die alte Prophezeiung nicht vergessen, dass es der Mitternachtskönig ihres Volkes sein wird, der irgendwann ihre Schöpfer zu Fall bringen wird. Und so zieht Black Bolt und sein königlicher Clan in eine finale Schlacht.


© Panini Comics

Donny Cates schreibt aktuell wirklich sehr, sehr viel... und sehr, sehr viel davon ist ziemlich gut. Plump gesagt. Nicht nur legte er mit seinem „Thanos“ und dem „Cosmic Ghost Rider“ ein ordentliches Brett hin, auch sein „Venom“ Neustart lieferte eine der besten Storys zur Figur der letzten Jahre und brachte mich tatsächlich mal wieder dazu, einen Venom Comic nicht binnen der ersten Kapitel in die Ecke zu feuern.

Ähnlich ist es mit der hier vorliegenden, namentlich recht viel versprechenden, doch letztendlich nur bedingt dies liefernden Mini-Serie „Der Tod der Inhumans“, welche eine toll zu lesende Black Bolt Story präsentiert und diese auch noch in ein sich sehen lassen könnendes Artwork bettet.

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Cates’ markanter Erzählstil aus dem Off bleibt uns auch hier holt, seine Stärke für gebrochene Charaktere ebenfalls und sein Händchen für Cliffhanger beweist er zudem abermals recht eindrucksvoll.

So zeigt Cates vor allem auf, wie viel erzählerisches Potential doch in dieser nicht ganz so royalen Familie steckt und liefert einen kurzweiligen Leckerbissen, mit tollen Zeichnungen und Farben. Ein Comic, der Hoffnung macht, dass sich Panini Comics irgendwann doch einmal an Saladin Ahmeds tollen „Black Bolt“ Serie versucht. Do it, Panini, do it!

Der Tod der Inhumans

7

Bewertung:

7.0/10

Comic-Info

  • Verlag: Panini Comics
  • Format: Softcover
  • Vö-Datum: 21.05.2019
  • Seitenzahl: 124
  • Autor: Donny Cates
  • Zeichner: Ariel Olivetti
  • Preis: 14,99 €
  • Bilder: Panini Comics

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andreas homolka
Gast
andreas homolka

Ich fands von Marvel nicht okay ‚wie sie jüngstens mit den Inhumans umgegangen sind ‚zuerst wollten sie sie als Ersatz-x-men positionieren und dann als Disney die Rechte am Franchise zurückgekauft hatte ‚haben sie Black Bolt, Medusa und Co irgendwie fallengelassen ‚immerhin scheint der Comic nicht der schlechte Versuch zu sein ‚die Entwicklung der Inhumans schnell abzuschließen .

Rincewind
Gast
Rincewind

Ja bitte Do It

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