Hickman beendet EAST OF WEST diesen Dezember - nun Chance für deutschen Markt?

Hickman beendet EAST OF WEST diesen Dezember - nun Chance für deutschen Markt?
© Image Comics

Jonathan Hickmans lange laufende Image Comics Reihe „East of West“ wird im kommenden Dezember ihren Abschluss finden, denn wie nun bekannt wurde, stellt die insgesamt 45. US-Ausgabe das Finale des dystopischen Endzeit-West-Comics aus der Feder von Autor Hickman und Zeichner Nick Dragotta dar.

In diesem Geschäft kommt man nicht oft dazu, ein Projekt so zu beenden, wie man es selbst für richtig hält. Ich denke daher, das macht diesen Umstand hier zu etwas Besonderem.“ äußerte Hickman als Statement zu Meldung.

Wir begannen mit East of West als eine Story, die wir einfach erzählen wollten und wir hatten die unfassbare Ehre, Fans zu haben, die uns dies ermöglichten. Also, genießt es. Gott weiß, wir haben es genossen.“ führte er weiter aus.

East of West“ debütierte in den Staaten im März 2013 und erfreute sich große Beliebtheit bei Fans und Kritikern. Der gefeierte Autor von abstrakten Superhelden-Titeln wie „Fantastic Four“, „Secret Wars“ und „Avengers“ hat aktuell die Federführung bei Marvels groß aufgezogenem Relaunch des „X-Men“ Franchise inne.

Ein Umstand, der bei der Entscheidung nicht unerheblich gewesen sein dürfte, eine der eigenen und vor allem erfolgreichen Creator-Owned-Comicreihen genau jetzt zu beenden. Oder war es schlicht gutes Timing?

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© Image Comics

Zwischen 2014 und 2015 versuchte sich der Stuttgarter Panini Comics Verlag an „East of West“ und veröffentlichte die ersten drei Volumes, jedoch scheinbar nicht mit zufriedenstellenden Verkaufszahlen, denn nach der dritten Ausgabe war Schicht im Schacht. Obwohl die Reihe von vielen US-Lesern zu einem der besten Image Comics Outputs gezählt wird.

Mit dem offiziellen Abschluss der Reihe könnte der Titel nun auch wieder für deutsche Verlage interessant werden, denn ein überschaubarer Umfang einer Serie lässt sich einfach besser kalkulieren.

Vor allem der Ludwigsburger Cross Cult Verlag könnte nun aufspringen und dem Heulen vieler Leser - so auch meinem - nachgeben und den Comic endlich mit einem Neustart versehen.

Der Verlag schlug jüngst erst bei der ebenfalls in den Staaten beendeten Image-Reihe „Invincible“ zu, welche aus der Feder von „The Walking Dead“ Schöpfer Robert Kirkman auf insgesamt 144 Ausgaben heranwuchs.

Cross Cult bringt die Reihe nun in mehr als üppigen Paperbacks erstmals komplett in deutscher Übersetzung. Vorherige Versuche anderer Verlage den Comic nach Deutschland zu holen scheiterten leider kläglich.

Ähnlich verhält es sich mit Rick Remenders „Deadly Class“, welches nach einem ebenfalls bei Panini Comics gescheiterten Launch nun bei den Ludwigsburgern im schicken Paperback-Format erscheint und für mich aktuell wohl eine der mit Abstand besten fortlaufenden Comicpublikationen darstellt. Ernsthaft, lest diese Serie oder ich gnatze. Und ihr wollt mich nicht gnatzen sehen!

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Bedeutet der Abschluss von „East of West“ nun also auch, dass der Comic für deutsche Verlage zumindest interessant wird? Mit Sicherheit.

Es bleibt zu hoffen, dass der Hype um die Neuausrichtungen der „X-Men“ Comics unter Jonathan Hickman, welche aller Voraussicht nach bereits zum Jahreswechsel über Panini Comics erscheinen dürften, auch deutsche Leser wieder aufhorchen lässt, wenn der Name des Autors auf dem Cover zu finden ist.

Dann nämlich könnte auch ein „East of West“ mit seiner komplexen und durchdachten, aber auch schwer durchdringbaren Erzählstruktur einen Markt bei der nicht immer einfach zu händelnden deutschen Leserschaft generieren.

In den Staaten wird die Reihe in insgesamt 10 Paperbacks abgeschlossen sein. Für den heimischen Markt wären daher - ähnlich wie bei „Invincible“ - umfangreichere Veröffentlichungen und dadurch weniger Ausgaben durchaus denkbar, um den Comic abgeschlossen für den hiesigen Markt verfügbar zu machen.

Los ihr deutschen Comicverlage... gebt euch einen Ruck!


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