Comic Review: Justice League – One Million #01 – das Mega-Event in zwei Bänden

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(Copyright: Panini Comics)
Die 1990er Jahre waren wahrlich eine verrückte Zeit für Superhelden Comics. Die Geburt der Independent Verlage, sammelwütige und vermeintlich wertanhäufende Comicsammler, die den Markt aufblähten, bis er wie eine Seifenblase platzte und dazu die skurrilsten und kuriosesten Geschichten. Eine verrückte Zeit.
Im Jahr 1998 startete DC Comics mit genau einer solchen skurrilen Geschichte und ließ zwei Welten aufeinander prallen. Und welcher Ideengeber hätte sich am besten dafür eignen können, die Leser durch den Plot zu führen? Natürlich der damalige JLA Mastermind Grant Morrison.

(Copyright: DC Comics)
Morrison stellte sich der Überlegung: wann würden die monatlichen Hefte – ausgehend von Action Comics #01 (1938) – die Ausgabennummer 1.000.000 erreichen? Tatsächlich im 853. Jahrhundert. Um einem Helden-Team aus dieser Ära erstmalig eine Grundlage zu verschaffen, ließ man dieses in einem großangelegten Event auf die damalige Justice League aus dem Jahr 1998 treffen, aufgeführt unter dem Banner DC One Million, welches nun von Panini Comics in zwei dicken Wälzern neu veröffentlicht wird.
Die Justice Legion A trifft unerwartet in der Gegenwart ein und erzählt unseren hiesigen Helden, dass der erste und einzig wahre Superman bald von einer sehr langen Reise ins Sonnensystem zurückkehren wird. Die Ur-Helden seien daher eingeladen der Rückkehr beizuwohnen und sollen die Justice Legion A in das 853. Jahrhundert begleiten. Bei der futuristischen Legion läuft jedoch etwas gewaltig schief und unzählige Menschen kommen durch eine globale Katastrophe zu Tode, wobei ein tödlicher Virus verbreitet wird, der die gesamte Menschheit auszurotten droht. Während die JLA in eine unbekannte Zukunft katapultiert wird, sind die Helden besagter Zukunft in der Vergangenheit gefangen und sind gezwungen sich ungeahnten Gefahren zu stellen.
(Copyright: DC Comics)
Schon bei der ersten Veröffentlichung der Story spürte man als Leser, dass die Geschichte beinahe gänzlich unbefangen lesbar ist. Ich war überrascht, wie gut das auch jetzt nach all den Jahren wieder gelang. Der über 300 Seiten starke erste Band enthält neben den ersten drei Ausgaben der Hauptserie, welche von Morrison selbst verfasst wurde, 9 weitere Tie-Ins, die in chronologischer Lesereihenfolge in den Band gepackt wurden. Schade jedoch, dass Panini diesmal darauf verzichtete zwischen den Ausgaben die Cover abzudrucken, so dass man beim Lesen teilweise nachrecherchieren muss, welches Heft man eigentlich gerade liest.
DC One Million zeigt Grant Morrison in einer noch deutlich umgänglicheren Phase seiner Schaffenskraft, als man ihn von seinen heutigen Werken kennt. Dennoch sollte der Plot nicht nur für Fans seiner 90er Arbeiten an der JLA interessant sein, sondern vielmehr für alle diejenigen, die gerne leichtfüßige aber dennoch intelligente Superhelden-Storys lesen. Denn DC One Million ist vor allem eines: ein Event-Feuerwerk, in seiner Art einzigartig und nostalgisch-schön.

 

Bisher leider keine Leseprobe.


Titel: Justice League – One Million #01
Verlag: Panini Comics 
Format: Softcover / auf 222 St. lim. Hardcover
Vö-Datum: 23.02.2016
Originalausgaben: US DC One Million #01-03, Man of Steel O. M., Superman O. M., Batman: Shadow of the Bat O. M., Nightwing O. M., Detective Comics O. M., Starman O. M., JLA O. M., Batman O. M., Catwoman O. M.  
Seitenzahl: 324
Sprache: Deutsch
Autor: Grant Morrison, Alan Grant, Chuck Dixon, James Robinson
Zeichner: Val Semeiks, Mark Buckingham, Norm Breyfogle, Peter Snejbjerg

Preis: 29,99 € / 39,00 €
„Only nothing is impossible.“ – Grant Morrison
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